Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(10): 248
DOI: 10.1055/s-0038-1671513
Poster
Freitag, 02.11.2018
Senologie II
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Die Wirkung von grünem Tee und Matchatee, sowie ihrer Bestandteile Epigallocatechingallat und Quercetin auf MCF-7- und MDA-MB-231-Mammakarzinomzellen

L Schröder
1  LMU München, Geburtshilfe und Frauenheilkunde, München, Deutschland
,
P Marahrens
2  Universität Rostock, Geburtshilfe und Frauenheilkunde, Rostock, Deutschland
,
JG Koch
1  LMU München, Geburtshilfe und Frauenheilkunde, München, Deutschland
,
S Mahner
1  LMU München, Geburtshilfe und Frauenheilkunde, München, Deutschland
,
U Jeschke
1  LMU München, Geburtshilfe und Frauenheilkunde, München, Deutschland
,
D Richter
2  Universität Rostock, Geburtshilfe und Frauenheilkunde, Rostock, Deutschland
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Publication History

Publication Date:
20 September 2018 (online)

 

In dieser Studie wurde das antikazinogene Potential von grünem Tee, seinen Bestandteilen Epigallocatechingallat und Quercetin, sowie des Tamoxifens auf estrogenrezeptor-negative (MDA-MB-231) und -positive (MCF-7) Mammakarzinomzellen untersucht.

Grüntee-Extrakte wurden mittels Mikrowellentechnik aus grünem Tee hergestellt und in Ethanol, sowie Leitungswasser gelöst. Die kommerziell hergestellten Einzelsubstanzen wurden in Aquadest und DMSO bzw. Ethanol gelöst. Anschließend erfolgte eine qualitative und semiquantitative HPLC-Analyse der Extrakte.

Der Rezeptorstatus wurde immunhistochemisch bestätigt. In diversen Funktions-, Viabilitäts- und Zytotoxizitätstests wurde die Wirkung der Substanzen auf die Mammakarzinomzellen untersucht.

Nach der Inkubation mit den Grüntee-Extrakten, dem EGCG, Quercetin und Tamoxifen zeigte sich in allen Zelltests eine Abnahme der Viabilität bzw. der Proliferation der Karzinomzellen, wobei die Intensitität unter den verschiedenen Testverfahren z.T. stark variierte. Als Erklärung dient hier z.B. beim MTT-Test eine Interaktion der Substanzen mit den Testlösungen, woraus falsch hohe Viabilitätswerte resultieren können. Es zeigte sich bei allen Zelltests, dass es kaum bzw. keine signifikanten Unterschiede in der Wirkung der Substanzen zwischen den zwei Zellreihen gab.

Es konnte bestätigt werden, dass EGCG und Quercetin in grünem Tee enthalten sind und sowohl die Einzelsubstanzen, als auch der grüne Tee selbst eine antikarzinogene Wirkung, sowohl auf etsrogenrezeptor-positive, als auch -negative Brustkarzinomzellen haben. Diese Ergebnisse lassen die Schlussfolgerung zu, dass die Wirkungen nicht bzw. nicht nur über die Estrogenrezeptoren generiert werden.