Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(10): 267
DOI: 10.1055/s-0038-1671573
Poster
Freitag, 02.11.2018
Case-Report VI
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Fallbericht einer Cantrell-Pentalogie

J Westphal
1  UKJ, Geburtsmedizin, Jena, Deutschland
,
R Fröber
2  UKJ, Anatomisches Institut, Jena, Deutschland
,
HJ Mentzel
3  UKJ, Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Jena, Deutschland
,
A Lauten
1  UKJ, Geburtsmedizin, Jena, Deutschland
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

Publication Date:
20 September 2018 (online)

 

Die Cantrell-Pentalogie ist eine sehr seltene letale Anomalie. Kennzeichnend sind ein supraumbilicaler Mittelliniendefekt der Bauchwand, das Fehlen der vorderen Zwerchfellanteile, zwerchfellnahe Perikarddefekte, Anomalien der unteren Sternumanteile und komplexe Herzvitien.

Wir stellen den Fall einer 29-jährigen GII P0 vor. Nach umfangreicher früher Pränataldiagnostik bei großer Omphalozele wurde der dringende Verdacht auf eine fetale Schisiassoziation in Form eines thorako-abdominalen Syndroms vom Typ Cantrell gestellt. Nach erfolgter perinatologischer Beratung wurde die Schwangerschaft bis zur 36. Schwangerschaftswoche fortgeführt. Aufgrund der nahezu ausgetragenen Schwangerschaft gelang uns die anatomische Aufarbeitung dieser seltenen Malformation im Korrelat zu den pränatal erhobenen sonografischen Befunden.