CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2019; 98(S 02): S121
DOI: 10.1055/s-0039-1686309
Abstracts
Otologie

Zusammenhang zwischen Skalenshift und Insertionstiefe bei der Cochlea Implantation

A Warnecke
1   MHH HNO-Klinik, Hannover
,
F Zelener
1   MHH HNO-Klinik, Hannover
,
O Majdani
1   MHH HNO-Klinik, Hannover
,
A Römer
2   Praxis, Hannover
,
GJ Lexow
1   MHH HNO-Klinik, Hannover
,
A Giesemann
3   Neuroradiologie, MHH, Hannover
,
T Lenarz
1   MHH HNO-Klinik, Hannover
› Author Affiliations
Deutsche Forschungsgemeinschaft Exzellenzcluster Hearing for all
 

Einleitung:

Die intracochleäre Position des Elektrodenträgers beeinflusst die Funktion des Cochlea Implantats. Eine Traumatisierung der Cochlea mit Zerstörung der Basilarmembran und Dislokation der Elektrode in die Scala vestibuli kann vorkommen. Ziel der Studie war es, mithilfe der postoperativen Aufnahmen der digitalen Volumentomografie (DVT) einen Skalenshift bei zwei unterschiedlichen Elektrodentypen desselben Herstellers nachzuweisen.

Methode:

Patienten (n = 30), die eine Advanced Bionics (AB) Helix Elektrode erhielten, wurden mit Patienten (n = 30) verglichen, denen eine AB Mid-Scala Elektrode implantiert wurde.

Ergebnisse:

Ein Skalenshift war bei 26,7% der Patienten zu beobachten, die mit einer AB Helix Elektrode behandelt wurden. In 6,7% der Patienten, die eine AB Mid-Scala Elektrode erhielten, wurde ebenfalls ein Skalenshift beobachtet. Die mittlere Insertionstiefe der AB Helix Patienten, die einen Skalenshift zeigten, war deutlich tiefer (21,59 ± 0,34 mm) im Vergleich zu den derjenigen Patienten mit Skalenshift, die eine AB Mid-Scala Elektrode erhielten (17,85 ± 2,19 mm; p < 0,05). Die Länge der Cochlea hingegen schien nicht mit einem Skalenshift zu korrelieren.

Zusammenfassung: Basierend auf den vorliegenden Ergebnissen führt die tiefe Insertion einer perimodiolaren Elektrode mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu einem Skaleshift.



Publication History

Publication Date:
23 April 2019 (online)

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