Rofo 2020; 192(S 01): S10
DOI: 10.1055/s-0040-1703130
Vortrag (Wissenschaft)
Experimentelle Radiologie

Visualisierung und Quantifizierung des Stentlumens mittels Magnetic Particle Imaging - Eine systematische in-vitro Analyse von 21 endovaskulären Stents

F Wegner
1   Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Lübeck
,
A von Gladiß
2   Universität zu Lübeck, Institut für Medizintechnik, Lübeck
,
J Hägele
3   Zentrum für Radiologie und Nuklearmedizin Rheinland Dormagen
,
U Grzyska
1   Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Lübeck
,
M Sieren
1   Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Lübeck
,
K Lüdtke-Buzug
2   Universität zu Lübeck, Institut für Medizintechnik, Lübeck
,
T Buzug
2   Universität zu Lübeck, Institut für Medizintechnik, Lübeck
,
J Barkhausen
1   Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Lübeck
,
T Friedrich
2   Universität zu Lübeck, Institut für Medizintechnik, Lübeck
› Author Affiliations
 

Zielsetzung Visualisierung und Quantifizierung des Lumens unterschiedlicher Metallstents mittels Magnetic Particle Imaging (MPI).

Material und Methoden Wir untersuchten 21 kommerziell erhältliche Stents (Durchmesser: 3-10 mm, Material: Edelstahl, Nitinol, Platin-Chrom, Kobalt-Chrom), die in Gefäßphantome aus Silikon implantiert wurden. Alle Phantome (Phantome mit Stents und Referenz-Phantome ohne Stents) wurden mit Tracerlösung (1:100, Resovist, I'rom Pharmaceuticals, Tokio, Japan) gefüllt und in einem präklinischen, kommerziell erhältlichen MPI-Scanner (Bruker Biospin, Ettlingen, Deutschland) visualisiert. Die Quantifizierung der Lumina erfolgte anhand der xz-Ebenen der rekonstruierten Bilder, basierend auf einem kalibrierten Schwellwert.

Ergebnisse Die Visualisierung aller Stentlumina ist ohne materialinduzierte Artefakte möglich. Zwischen den Stent-Phantomen und den Referenz-Phantomen konnte kein quantitativer Unterschied beobachtet werden (gemessener Durchmesser Stent-Phantome/Referenz-Phantome vs. Nominaldurchmesser r=0,98). Die mittlere quadratische Abweichung der Stent-Lumen-Quantifizierung war geringer als die Hälfte einer Pixelbreite.

Schlußfolgerungen Es ist möglich mit MPI die Lumina von endovaskulären Stents ohne materialbedingte Effekte abzubilden und sehr genau zu quantifizieren.



Publication History

Publication Date:
21 April 2020 (online)

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