Zusammenfassung
Auf kaum eine Einrichtung im Krankenhaus trifft die Bezeichnung Schnittstelle so sehr
zu wie auf die Notaufnahme. Sie hat keine eigenen Patienten, sondern gibt sie stets
weiter, entweder an Ärzte der Fachabteilungen der Klinik oder an Hausärzte. Da zugleich
viele Menschen und Einrichtungen bei der Behandlung der Notaufnahme-Patienten beteiligt
sind, ist die Zahl der Schnittstellen sehr groß und sehr heterogen. Die besonderen
Arbeitsbedingungen der Notaufnahme, wie Zeitdruck, gleichzeitige Behandlung mehrerer
Patienten, häufige Störungen und nicht selten Überfüllung können die Weitergabe selbst
wichtiger Informationen über die Schnittstellen gefährden. Die beste Sicherung des
Übergangs von Informationen über die Schnittstellen der Notaufnahme scheint die Formalisierung
und Standardisierung dieses für die Patientensicherheit und Behandlungsqualität wichtigen
Prozesses zu sein. Weitere Forschungen zu dieser Thematik sind erforderlich.
Abstract
Emergency Departments ED may be an exceptionally good example of an interface within
a hospital. EDs have no patients of their own but pass them over to other institutions,
either to specialist departments within the hospital or to primary care providers.
Moreover, many doctors, nurses, attendants and institutions take part in the care
of emergency department patients, and thus the number of its interfaces is very high.
The characteristics of working in an ED, for example shortage of time, high work load,
taking care of several patients at the same time and frequently crowding, may compromise
the transfer of information via interfaces, sometimes including even vital data. The
best way to secure handoff of information may be the formalization and standardization
of this process, assuring patient safety and quality of care. Further study is required.
Schlüsselwörter
Schnittstelle - Notaufnahme - Kommunikation - Kommunikationsstörung - Patientensicherheit
Keywords
emergency department - interface - communication - communication errors - patient
safety