retten! 2016; 5(04): 284-291
DOI: 10.1055/s-0042-104862
Fachwissen
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Sprunggelenksluxationsfraktur - Nicht nur ein „verknackster“ Knöchel

Christoph Goltz
,
Torben Fischer
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Publication Date:
22 September 2016 (online)

Abstract:

Während Patienten mit unkompliziertem Verdrehtrauma des Fußes bzw. oberen Sprunggelenks häufig selbstständig die Notaufnahmen aufsuchen, bedeutet eine Luxationsfraktur mit sichtbarer Fehlstellung zumeist Arbeit für den Rettungsdienst. Zurecht, da frühes und professionelles Handeln entscheidend für die Prognose des Patienten sind. Warum das so ist und wie es funktioniert, wollen wir in diesem Artikel darstellen.

Kernaussagen

  • Obere Sprunggelenksfrakturen gehören zu den häufigsten Knochenbrüchen des Menschen.

  • Man erkennt die dringend repositionsbedürftige Luxation neben der Fehlstellung an der weißen gespannten Haut im Gelenkbereich bzw. peripher davon.

  • Luxationen des oberen Sprunggelenks reponiert man bereits präklinisch.

  • Die Überprüfung der peripheren Durchblutung, Motorik und Sensibilität vor und nach Reposition ist obligat.

  • Die Reposition erfolgt in flüssig, langsam zunehmendem Längszug ohne größeren Kraftaufwand.

  • Nach Reposition erfolgt die Ruhigstellung der Extremität in einer Schiene.