PSYCH up2date 2016; 10(04): 271-282
DOI: 10.1055/s-0042-105450
Schizophrenien, schizophreniforme und wahnhafte Störungen
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Differenzialdiagnose psychotischer Symptome

Astrid Röh
,
Peter Falkai
,
Alkomiet Hasan
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Publication History

Publication Date:
13 July 2016 (online)

Kernaussagen
  • Der ICD-10 liefert einen guten klinischen Leitfaden zur differenzialdiagnostischen Einordnung von psychotischen Symptomen. Anhand der Anamnese und der klinischen Untersuchung kann hier eine vorläufige Eingliederung erfolgen. Nach genauer Kenntnis des zeitlichen Verlaufs muss die Diagnose erneut überprüft werden.

  • Die paranoide Schizophrenie als bekanntester Vertreter sollte nur diagnostiziert werden, wenn die ICD-10-Kriterien erfüllt sind. Die Abgrenzung zu anderen Erkrankungen kann häufig v. a. zu Beginn der Erkrankung schwierig sein. Anhand der Übersicht in diesem Artikel sollte daran gedacht werden, dass psychotische Symptome bei einer großen Zahl an psychiatrischen Erkrankungen vorkommen können.

  • Liegen zusätzlich zu den psychiatrischen Symptomen internistische oder neurologische Symptome vor, muss eine umfassende organische Abklärung ergänzt werden. Ein besonderer Schwerpunkt sollte auf die an Relevanz gewinnenden, autoimmun vermittelten Enzephalitiden gelegt werden.