Aktuelle Kardiologie 2016; 5(04): 266-270
DOI: 10.1055/s-0042-112216
Übersichtsarbeit
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

ICD-Therapie in Deutschland: Über- oder Unterversorgung?

ICD-Therapy in Germany: Over- or Under-Supply?
F. Reinke
1   Department für Kardiologie und Angiologie, Abteilung für Rhythmologie, Universitätsklinikum Münster
,
J. Köbe
1   Department für Kardiologie und Angiologie, Abteilung für Rhythmologie, Universitätsklinikum Münster
,
L. Eckardt
1   Department für Kardiologie und Angiologie, Abteilung für Rhythmologie, Universitätsklinikum Münster
,
D. Böcker
2   Klinik für Kardiologie, St. Marien-Hospital Hamm gGmbH, Hamm
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
12. August 2016 (online)

Zusammenfassung

Die ICD-Therapie hat sich durch eine Vielzahl randomisierter Studien in den vergangenen Jahren zu einem etablierten Bestandteil in der Behandlung von Herzerkrankungen und der Prophylaxe des plötzlichen Herztods entwickelt. Im internationalen Vergleich werden in Deutschland überproportional viele ICD implantiert, ohne hierfür schlüssige Gründe zu kennen. Möglicherweise liegt für spezielle Patientengruppen eine Überversorgung mit ICD vor. Eine individuelle Beurteilung in Anlehnung an Leitlinien und entsprechende Beratung von Patienten können hier wertvoll sein.

Abstract

Numerous randomized trials elucidated ICD-Therapy as an essential part of preventing sudden cardiac death. Compared to other countries there are over disproportionately more ICD implantations in Germany. There seems to be an over-supply in ICD implantations in certain groups of patients. Individual assessment according to current guidelines and guidance of patients may be helpful.