Inf Orthod Kieferorthop 2016; 48(03): 137
DOI: 10.1055/s-0042-112925
Editorial
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

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B. Jung1
  • 1Klinik für Kieferorthopädie, Universitätsklinikum der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Deutschland
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Publication Date:
17 October 2016 (online)

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Prof. Dr. Britta A. Jung

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

Wissenszuwachs durch Forschung und technische Neuerungen in vielen (zahn)medizinisch-interdisziplinären Teilgebieten haben das Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten auch in der Kieferorthopädie erweitert und beeinflusst. Diagnostische Algorithmen und therapeutische Behandlungspfade können dabei in der täglichen Routine helfen, komplexe Zusammenhänge zu erkennen und zu differenzierten, befundorientierten und individuellen Therapielösungen zu gelangen. Dazu brauchen wir als forschende und therapeutisch tätige Kieferorthopäden stets ein zeitloses Bewusstsein und die objektive Wahrnehmung von Zusammenhängen sowie eine Brücke zwischen Wissenschaft und klinischem Alltag.

In dieser Ausgabe möchten wir daher folgende Themenkomplexe aufgreifen, die wir aufgrund der Aktualität und Praxisnähe für besonders wichtig halten: Das Potenzial und die Sinnhaftigkeit der Anwendung der DVT bei nicht-chirurgischen kieferorthopädischen Fragestellungen aus der Sicht der Bildgebung, technische Neuerungen im Zusammenhang mit der Entfernung von Gaumenimplantaten, die Darstellung von neueren Entwicklungen auf dem Gebiet der skelettalen Verankerung, für den Kieferorthopäden relevante parodontale Warnsignale, Effizienz der festsitzenden und herausnehmbaren funktionskieferorthopädischen Therapie, Bakteriämie und Endokarditisprophylaxe – relevante Aspekte für den Kieferorthopäden, sowie ätiologisch, diagnostisch und therapeutische Aspekte der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH).

Auch die Rubriken „Leser fragen – Experten antworten“ und „Für Sie gelesen“ sind in dieser Ausgabe mit interessanten Beiträgen belegt. So wird in einem abschließenden Beitrag zur Extraktion und Schmelzreduktion bei Engständen von Herrn Peter Göllner insbesondere die biologische Bedeutung der approximalen Schmelzreduktion (ASR) vor dem Hintergrund anthropologischer Untersuchungen beleuchtet.

Wir hoffen, auch mit dieser Ausgabe Ihr Interesse zu wecken und laden Sie nun herzlich ein, uns auf den Pfaden von Geschichte, klinischer Forschung und Translation zu begleiten.

Hochachtungsvoll
Ihre
Prof. Dr. B. A. Jung