PSYCH up2date 2017; 11(01): 35-46
DOI: 10.1055/s-0042-117556
Schizophrenien, schizophreniforme und wahnhafte Störungen
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Kognitive Störungen bei Schizophrenie

Axel Krug
,
Tilo Kircher
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Publication Date:
17 January 2017 (online)

Risikopatienten für eine spätere Schizophrenie zeigen bereits vor einer 1. Episode kognitive Funktionseinbußen. Im Verlauf bleiben diese relativ stabil auf niedrigem Niveau. Trainingsprogramme können hier psychosoziale und kognitive Defizite verbessern.

Kernaussagen

Kognitive Störungen lassen sich bereits bei Verwandten und Personen vor einer 1. Episode beobachten. Die Muster dieser Störungen können spezifisch für das Auftreten einer späteren Episode sein. Nach Auftreten der 1. Episode bleiben die Störungen relativ stabil und sind teilweise mit negativer Symptomatik korreliert. Weiterhin haben die kognitiven Defizite einen negativen Einfluss auf das soziale und berufliche Funktionsniveau. Neuere Studien legen nahe, dass kognitive Remediation kleine bis mittlere Effekte auf die Kognition hat und dadurch auch das allgemeine Funktionsniveau von Patienten verbessern kann.