ZWR 2016; 125(11): 542-546
DOI: 10.1055/s-0042-118589
Fortbildung – Implantologie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Antikoagulanzien in der zahnärztlichen Chirurgie und Implantologie

M. Kager1
  • 1Stuttgart
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Publication Date:
28 November 2016 (online)

Aufgrund des demografischen Wandels nimmt die Anzahl der Patienten unter Therapie mit oralen Antikoagulanzien deutlich zu. So nehmen in Deutschland derzeit etwa eine Million Menschen Substanzen zur oralen Antikoagulation ein [1] . Für den behandelnden Zahnarzt stellen diese Patienten eine besondere Herausforderung dar. Auch in der Implantologie werden oft ältere Patienten mit multiplen Grunderkrankungen therapiert. Eine Sicherung der suffizient gewährleisteten Kaufunktion ist das Ziel. Zur Vermeidung von Komplikationen bei der zahnärztlichen bzw. chirurgischen Behandlung ist es notwendig, Patienten mit einem erhöhten Blutungsrisiko sicher zu identifizieren und das mögliche Risiko einschätzen zu können. Das Ziel des vorliegenden Artikels ist es, dem Behandler einen Überblick über den aktuellen Stand der antikoagulativen Therapie und das therapeutische Vorgehen bei zahnärztlichen Eingriffen zu liefern.