Kardiologie up2date 2017; 13(01): 67-82
DOI: 10.1055/s-0042-122801
Herzinsuffizienz
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Rehabilitation bei Herzinsuffizienz

Rona Katharina Reibis
,
Axel Schlitt
,
Johannes Glatz
,
Eike Langheim
,
Manju Guha
,
Martin Halle
,
Alessandra Boscheri
,
Christian Hegeler-Molkewehrum
,
Heinz Völler
Further Information

Publication History

Publication Date:
07 April 2017 (online)

Herzinsuffiziente Patienten werden heute genauer diagnostiziert und effektiver behandelt als noch vor Jahren. Sie können das Krankenhaus immer schneller wieder verlassen. Die Zahl der stationären Wiederaufnahmen nimmt jedoch zu. In der Rehabilitation sollen die eingeleitete Therapie optimiert und der Patient geschult werden. Ziel ist es, die Lebensqualität der Patienten zu steigern und zu vermeiden, dass sie wieder stationär aufgenommen werden müssen.

Kernaussagen
  • Patienten mit Herzinsuffizienz (HFrEF, HFpEF oder in Kombination) machen einen relevanten Anteil von Patienten in kardiologischen Rehabilitationseinrichtungen aus. Sie erfordern aufgrund der eingeschränkten Ventrikelfunktion, der Arrhythmieneigung sowie den häufig implantierten elektrischen Aggregaten ein multimodales Therapiekonzept.

  • Neben der leitlinienorientierten Pharmakotherapie nehmen die individualisierte Trainingstherapie und die psychosoziale Betreuung tragende Funktionen in der Rehabilitation herzinsuffizienter Patienten ein.

  • Die berufliche Wiedereingliederung wird durch die hämodynamische Stabilität, die kognitiven Leistungen, die Arbeitsplatzanforderungen und Arbeitsplatzsicherheit insbesondere bei ICD/CRT-Trägern determiniert.

  • Die Fahreignung wird überwiegend in Einzelfallentscheidungen bestimmt und richtet sich u. a. nach der linksventrikulären Pumpleistung und dem arrhythmiefreien Intervall.