Notarzt 2017; 33(01): 31-37
DOI: 10.1055/s-0043-100579
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Technische Rettung beim Verkehrsunfall – Was der Notarzt an der Einsatzstelle wissen muss – Teil 2

Zusammenarbeit mit der Feuerwehr im NotarztdienstMotor Vehicle Accident and Technical Extrication – Things an Emergency Physician has to Know – Part 2Fire Department and Emergency Medical Services TeamworkM.-M. Ventzke1, 2, B Ziegler2
  • 1Bundeswehrkrankenhaus Ulm, Klinik für Anästhesie und Intenisvmedizin, Klinischer Direktor Prof. Lorenz Lampl
  • 2Feuerwehr Günzburg, Kommandant und Stadtbrandinspektor Christian Eisele
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Publication Date:
03 March 2017 (online)

Teil 1 behandelte das Vorgehen an der Einsatzstelle, das Verhalten im Unfallfahrzeug und vermittelte für eine erfolgreiche Kommunikation erforderliche Fachtermini. Teil 2 stellt die grundlegenden Rettungstechniken mittels eines Rettungssatzes, in der Regel bestehend aus hydraulischem Spreizer, Schere und Rettungszylinder, vor. Außerdem geht der Artikel auf einsatzrelevante Besonderheiten bei Fahrzeugen mit alternativem Antrieb ein.

Abstract

The emergency medical team should know about the function of the specific hydraulic rescue tools (“Jaws of Life”) – Spreaders, Cutters and additional Rams – of the fire services.

The rescue procedure in autogas vehicle accidents is almost not different from the procedure in conventional vehicle accidents.

Approaching electric/hybrid vehicle accidents, the rescue team has to avoid contact with the orange high voltage cable.

The operational leadership in rescue procedures is regulated by the respective state law.

In motor vehicle accidents, the teamwork between the fire department and the emergency medical service is very important for the successful rescue of the patients. Therefore, the emergency medical team should know about the technical skills for patient extrication.

Kernaussagen
  • Die Feuerwehr hält eine Reihe hydraulischer Rettungsgeräte (Spreizer, Rettungsschere, Rettungszylinder usw.) vor, deren Einsatzmöglichkeiten und Funktionen der Notarzt kennen muss.

  • Bei gasbetriebenen Fahrzeugen ist das Vorgehen für den Rettungsdienst nicht wesentlich anders als bei konventionellen Fahrzeugen.

  • Bei Elektrofahrzeugen muss das Rettungsteam unbedingt vermeiden, beschädigte orangefarbene Hochvoltbaugruppen zu berühren.

  • Die Gesamteinsatzleitung bzw. die Unterstellungsverhältnisse werden von der Landesgesetzgebung geregelt.

  • Der Einsatzerfolg bei Verkehrsunfällen liegt vor allem in der Zusammenarbeit mit der Feuerwehr begründet, die nur erfolgreich sein kann, wenn der Notarzt entsprechende Arbeits- und Rettungstechniken kennt.