Neuroradiologie Scan 2017; 07(02): 100-101
DOI: 10.1055/s-0043-100898
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Perfusionsdefizite in der MRT bei kognitivem Abbau im Rahmen einer RRMS

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Publikationsdatum:
06. Juni 2017 (online)

Bei Patienten mit schubförmig remittierender multipler Sklerose (Relapsing-Remitting Multiple Sclerosis, RRMS) können im Verlauf kognitive Einschränkungen auftreten. Diese Beeinträchtigungen zeigen aber kaum Zusammenhänge mit den Schäden der weißen Substanz, wie sie in der MRT nachweisbar ist. Ob mit diesem Befund möglicherweise eine verminderte Perfusion der grauen Substanz verbunden ist, haben Mediziner aus Nordamerika untersucht.

Fazit

Nach diesen Daten gibt es also bei Patienten mit RRMS und kognitiver Beeinträchtigung deutliche Perfusionsdefizite im frontalen Kortex, fassen die Autoren zusammen, unabhängig von eventuellen strukturellen Differenzen. Längsschnittuntersuchungen müssten zeigen, ob diese Unterschiede möglicherweise als frühe Marker für das Auftreten kognitiver Störungen dienen könnten. Außerdem sollte die Assoziation der Perfusionsminderungen mit einer Progression der Erkrankung geprüft werden.