Radiologie up2date 2017; 17(02): 183-197
DOI: 10.1055/s-0043-105756
Urogenitale Radiologie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Diagnostik und Staging gynäkologischer Tumoren mittels MRT

MR-based diagnosis and staging of female pelvic neoplasmsCéline D. Alt, Rahel A. Kubik-Huch
Subject Editor: Prof. Hans Heinz Schild, Bonn
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Publication Date:
03 August 2017 (online)

Zusammenfassung

Die MRT ist die Schnittbildgebung der Wahl, um gynäkologische Tumoren darzustellen. In welchen Fällen sie wie und mit welchen Sequenzen eingesetzt werden kann und was bei den einzelnen Entitäten zu berücksichtigen ist, wird im folgenden Beitrag dargestellt.

Abstract

Magnetic resonance imaging (MRI) is known as the cross-sectional imaging modality of choice for evaluation of the female pelvis due to an excellent soft tissue contrast and its high resolution images. It provides morphologic and functional sequences and is commonly used for evaluation of a sonographically indeterminate adnexal mass, for differentiation and characterization of pelvic organ lesions, as well as for tumor staging and therapy monitoring during/after treatment. This article gives insights into the currently valid implementation of MR-imaging, tailored to the different female pelvic organs and its special features.

Kernaussagen

Die MRT hat mittlerweile einen hohen Stellenwert beim Primärstaging und in der lokalen Rezidivsituation gynäkologischer Beckentumoren, sofern das Protokoll entsprechend der Leitlinien und Empfehlungen durchgeführt wird:

  • Beim Endometriumkarzinom verbessert die MRT die prätherapeutische Risikoeinschätzung [9].

  • Beim Zervixkarzinom verbessert sie die Genauigkeit des klinischen FIGO-Stagings und optimiert damit das Therapiemanagement [9].

  • Beim Vulva- und Vaginalkarzinom ergänzt sie das klinische Staging insbesondere hinsichtlich der Tiefenausdehnung und der Umgebungsinfiltration und optimiert damit das Therapiemanagement.

  • Bei sonografisch unklaren Ovarialläsionen unterstützt die MRT bei der Charakterisierung des Tumors und verbessert damit das Therapiemanagement [20].