ZWR 2017; 126(06): 303-310
DOI: 10.1055/s-0043-106980
Fortbildung/Kieferorthopädie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Mini-Implantate zur kieferorthopädischen Verankerung im anterioren Gaumen – mediane vs. paramediane Insertion

Wilmes Benedict, Willmann Jan, Stocker Bruce, Drescher Dieter
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Publication Date:
30 June 2017 (online)

In den letzten Jahren wurden diverse skelettale Verankerungshilfen (TADs, Temporary anchorage devices) eingeführt, um die Notwendigkeit der Patienten-Compliance und von dentalen Nebenwirkungen im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung zu reduzieren. Insbesondere der anteriore Gaumen hat sich dabei als verlässliche und sehr geeignete Insertionsregion herausgestellt. Hier können die (Mini-)Implantate sowohl median als auch paramedian inseriert werden. Die Lagebeziehung zur Sutura palatina mediana und des Canalis incisivus sprechen eher für eine paramediane Insertion, während die Lage zu den Inzisivenwurzeln, das median größere Knochenangebot und die biomechanische Kopplung in Belastungsrichtung eher für eine mediane Insertion sprechen. Die Insertionsregion der Mini-Implantate sollte sich an der Behandlungsaufgabe, für die die (Mini-)Implantate genutzt werden, orientieren.