Z Orthop Unfall 2017; 155(05): 534-538
DOI: 10.1055/s-0043-108648
Aus den Sektionen – AE Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Jumbocups in der Revision

The Use of Jumbo Cups in Revision Total Hip ArthroplastyPhilipp von Roth, Georgi I. Wassilew
  • Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie, Klinik für Orthopädie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
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Publication Date:
10 May 2017 (eFirst)

Zusammenfassung

Extragroße zementfreie hemisphärische Pressfit-Pfannen werden als Jumbocups bezeichnet und wurden insbesondere in der letzten Dekade aufgrund ihrer einfachen Implantationstechnik häufig bei großen knöchernen Defekten eingesetzt. Durch ihre Größe füllen die Komponenten die azetabulären Defekte jedoch nur aus und tragen somit nicht zur Regeneration des knöchernen Lagers bei. Aufgrund dessen sind gerade bei diesem Implantattyp die Langzeitüberlebensraten von großem Interesse. Der vorliegende Beitrag diskutiert die zu diesem Thema vorliegende, relevante Literatur und geht auf die Operationstechnik und implantatspezifische Besonderheiten von Jumbocups ein. Jumbocups zeigen ein gutes Langzeitüberleben wobei dennoch die aseptische Lockerung die häufigste Revisionsursache und die Luxation die häufigste Komplikation darstellt. Durch die Entwicklung von alternativen meist modularen Revisionssystemen haben Jumbocups in der täglichen Praxis an Bedeutung verloren. Sie sind aber definitiv eine Benchmark für Neuentwicklungen im Bereich der Hüftendoprothetik.

Abstract

Extra-large uncemented jumbo cups are among the most common methods of acetabular revision. Jumbo cups do not contribute to bone stock restoration, and in the case of a subsequent revision, an even larger bone defect is to be expected. Thus, understanding long-term survival is essential. The present article discusses the literature relevant to this topic and addresses technical and implant-specific characteristics of jumbo cups. In summary, jumbo cups show an acceptable long-term survival rate, with aseptic loosening as the most common reason for revision and dislocation being the most common complication. Through the development of alternative revision systems, jumbo cups have lost their importance in todayʼs practice. However, they can serve as a benchmark for studies of newer technologies in revision total hip arthroplasty.