Nuklearmediziner 2017; 40(03): 176
DOI: 10.1055/s-0043-113426
Aktuell Referiert
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

68Ga-PSMA-11-PET/CT: ergänzende Spätaufnahmen helfen bei der Rezidivsuche

Further Information

Publication History

Publication Date:
01 September 2017 (online)

Die 68Ga-PSMA-PET/CT war bei Männern mit dem Rezidiv eines Prostatakarzinoms anderen Methoden überlegen. Die Bildgebung findet dabei 1 Stunde nach der Tracerinjektion statt. Bei unklaren Ergebnissen erfolgen zusätzliche Aufnahmen nach 3 Stunden. Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe der Universitätsklinik Heidelberg untersuchte, ob die späte, ungeplante Bildgebung die diagnostische Ausbeute erhöht und gibt eine Empfehlung für die Standardmethodik.

Fazit

Mit den späten Bildserien gelang die Rezidivlokalisation häufiger als mit den Frühaufnahmen. Ein höherer Tracer-Uptake und stärkerer Kontrast erleichterten die Diagnostik. Die Autoren schlagen das längere Intervall, die Hydrierung und die diuretische Unterstützung nach Tracer-Injektion als Standard vor. Die Entwässerung dürfe dabei nicht zu früh erfolgen. Die „doppelte“ PET/CT sei aus organisatorischen, logistischen und Kostengründen für die Routine nicht sinnvoll.