Ultraschall in Med 2017; 38(04): 360-376
DOI: 10.1055/s-0043-114409
Continuing Medical Education
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Sonographic and Doppler Sonographic Diagnosis of Neonatal Ischemic Stroke

Sonografische und dopplersonografische Diagnose des neonatalen ischämischen SchlaganfallsKarl-Heinz Deeg
  • Pediatric Clinic of the Social Foundation of the Hospital of Bamberg, Germany
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Publication History

11 December 2016

14 June 2017

Publication Date:
13 July 2017 (eFirst)

Abstract

Children are particularly at risk for stroke in the neonatal period. 1/3 of all strokes in children occur during the perinatal period. The incidence of perinatal stroke is 1:4000. A differentiation is made between ischemic stroke and hemorrhagic stroke. Ischemic strokes are caused by arterial occlusion due to thrombosis or embolism. As a result of the nonspecific clinical symptoms in this age group, diagnosis is usually made too late. The only relatively specific symptom is focal cerebral seizure during the first week of life. Therefore, stroke should be ruled out by diagnostic imaging in the case of any seizure in the first days of life. Although the diagnostic method of choice is MRI, it is not always available. Most neonatal ischemic strokes can be detected with high-resolution duplex ultrasound. On ultrasound, ischemic stroke appears as a wedge-shaped focal increase in echogenicity in the supply region of an artery, typically the middle cerebral artery. The corresponding arterial inflow can be visualized with duplex ultrasound and measured with spectral Doppler. Doppler ultrasound can be used to differentiate between complete occlusion and severe stenosis. The success of therapeutic measures can be determined in the further course with Doppler ultrasound on the basis of the recanalization of vessels and the morphological consequences of stroke (cyst formation due to liquefactive necrosis).

Zusammenfassung

In der Neonatalperiode ist das Kind durch das Auftreten von Schlaganfällen besonders gefährdet. 1/3 aller kindlichen Schlaganfälle treten perinatal auf. Die Inzidenz des perinatalen Schlaganfalls liegt bei 1:4000. Man unterscheidet ischämische Schlaganfälle von hämorrhagischen Schlaganfällen. Ischämische Schlaganfälle sind durch einen arteriellen Verschluss, hervorgerufen durch eine Thrombose oder Embolie, bedingt. Aufgrund der unspezifischen klinischen Symptome in dieser Altersgruppe wird die Diagnose meist zu spät gestellt. Das einzige relativ spezifische Symptom ist ein fokaler zerebraler Krampfanfall innerhalb der ersten Lebenswoche. Bei allen Krampfanfällen in den ersten Lebenstagen sollte deswegen ein Schlaganfall durch bildgebende Diagnostik ausgeschlossen werden. Das Diagnostikum der Wahl ist zwar die MRT, die jedoch nicht überall und zu jedem Zeitpunkt verfügbar ist. Mit der hochauflösenden Duplexsonografie können die meisten neonatalen ischämischen Schlaganfälle erfasst werden. Sonografisch imponieren ischämische Schlaganfälle als keilförmige fokale Echogenitätsvermehrung im Versorgungsgebiet einer Arterie, meist der A. cerebri media. Mit der Duplexsonografie gilt es den entsprechenden arteriellen Zufluss darzustellen und mit dem Spektraldoppler zu erfassen. Dopplersonografisch kann dabei zwischen komplettem Verschluss oder hochgradiger Einengung unterschieden werden. Im weiteren Verlauf kann der Erfolg therapeutischer Bemühungen mit der Dopplersonografie anhand der Rekanalisierung von Gefäßen und den morphologischen Folgen des Schlaganfalls (Zystenbildung durch Kolliquationsnekrose) dargestellt werden.