Geburtshilfe Frauenheilkd 2017; 77(09): 957-959
DOI: 10.1055/s-0043-115422
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Fetale Wachstumsrestriktion: Prädiktion mittels Doppler-Sonografie und angiogene Faktoren zur Vorhersage

Sven Kehl
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Publication Date:
25 September 2017 (online)

Die fetale Wachstumsrestriktion (oder intrauterine Wachstumsrestriktion) ist ein bedeutendes geburtshilfliches Problem mit hoher Morbidität und Mortalität, das circa 5 – 10% aller Schwangerschaften betrifft [1], [2]. Auch wenn die zugrunde liegenden Ursachen verschieden sind, so endet die fetale Wachstumsrestriktion häufig in einer suboptimalen uteroplazentaren Perfusion und fetalen Versorgung. Dies resultiert beispielsweise in einem erhöhten Risiko für Frühgeburtlichkeit, infantiler Zerebralparese, Hirnblutung, Hypoglykämie und Hyperbilirubinämie [3], [4]. Zudem sind Entwicklungsverzögerungen in der Kindheit und Erkrankungen im Erwachsenenalter (z. B. Diabetes mellitus) häufiger [5], [6]. Es sind vor allem 10% der perinatalen Mortalität durch eine nicht entdeckte fetale Wachstumsrestriktion verursacht und etwa 50% der Totgeburten hiermit assoziiert [7], [8].