Notf.med. up2date 2017; 12(03): 271-285
DOI: 10.1055/s-0043-116474
Traumatologische und chirurgische Notfälle
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Das schwere Trauma im Kindesalter

Philipp Störmann*, Simon Meier*, Sebastian Wutzler, Ingo Marzi
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Publication Date:
13 September 2017 (online)

Schwere Mehrfachverletzungen beim Kind sind selten; in diesen Fällen ist die Beachtung anatomisch-physiologischer Besonderheiten bei der Diagnostik und Therapie besonders wichtig, um ein möglichst gutes Outcome zu erreichen.

Kernaussagen
  • Definition Polytrauma (Berlin-Definition):

    • Injury Severity Score (ISS) ≥ 16

    • 2 Körperregionen betroffen

    • mindestens 1 physiologisches Problem

  • Die Ausführungen dieses Beitrags beziehen sich neben dem Polytrauma auf schwere Monoverletzungen sowie schwerverletzte Patienten (Injury Severity Score mindestens ≥ 16).

  • Polytraumata und schwerste Verletzungen bei Kindern sind selten.

  • Präklinische Maßnahmen umfassen Anamnese und Untersuchung, Überwachung, Lagerungsmaßnahmen, invasive Maßnahmen, medikamentöse Therapie sowie logistische Maßnahmen.

  • Im Schockraum sind entscheidend:

    • die primäre Sicherung der Vitalfunktionen,

    • eine schnelle und vollständige Diagnostik,

    • die Einleitung eines den speziellen Bedürfnissen der jungen Patienten angepasstes Therapiekonzeptes.

  • Der Beitrag behandelt anatomisch-physiologische Besonderheiten und therapeutische Maßnahmen in der Versorgung schwerverletzter Kinder geordnet nach Körperregionen bzw. Organsystemen:

    • Schädel-Hirn-Trauma

    • Thoraxtrauma

    • Abdominaltrauma

    • Wirbelsäulentrauma

    • Beckentrauma

    • Extremitätentrauma

* S. Meier und P. Störmann haben zu gleichen Teilen bei der Manuskripterstellung mitgewirkt.