ZWR 2017; 126(11): 552-558
DOI: 10.1055/s-0043-119626
Fortbildung | Kinderzahnheilkunde
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Frühkindliche Karies – Prävalenz, Risikofaktoren und Präventionsansätze

Katrin Bekes
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Publication Date:
23 November 2017 (online)

Die Mundgesundheit hat sich in den letzten Jahren in Deutschland durch die Verfügbarkeit strukturierter Prophylaxeprogramme wesentlich verbessert [1]. So hat die Karieshäufigkeit bleibender Zähne bei Kindern im Schulalter deutlich abgenommen. Für das Milchgebiss gilt diese Beobachtung nur eingeschränkt, denn die Kariesreduktion ist hier deutlich geringer als in der bleibenden Dentition und die Karies selbst stärker polarisiert [1], [2]. Insbesondere die frühkindliche Karies (Early Childhood Caries) hat sich wegen ihrer großen Verbreitung und ihres raschen Verlaufs, der zur völligen Zerstörung des Milchgebisses führen kann, zu einem wachsenden „Public-Health-Problem“ entwickelt [2]. Die Wichtigkeit der Zahngesundheitsfrühförderung und die Prävention oraler Erkrankungen müssen somit im Mittelpunkt der zahnärztlichen Therapie stehen.