Orthopädie und Unfallchirurgie up2date 2018; 13(03): 275-296
DOI: 10.1055/s-0043-119857
Pädiatrische Orthopädie und Unfallchirurgie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Frakturen und Gelenkverletzungen an der oberen Extremität beim Kind. Teil 1

Schultergürtel, Oberarm, Ellenbogen
Maximilian Leiblein
,
Maika Voth
,
Ingo Marzi
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Publication Date:
29 May 2018 (online)

Im 1. Teil des Beitrags werden die Therapien von Verletzungen des Schultergürtels, Oberarms und Ellenbogens behandelt. Der 2. Teil beschäftigt sich mit Verletzungen des Radiusköpfchens, des Olekranons, des Unterarms und der Hand [1]. Konservative und operative Therapiemöglichkeiten und deren Indikation werden beleuchtet. Des Weiteren werden Diagnostik und Nachbehandlung besprochen und entsprechende Fallbeispiele präsentiert.

Kernaussagen
  • Die Therapie von Frakturen beim Kind unterscheidet sich aufgrund des wachsenden Skeletts grundlegend von der bei Erwachsenen.

  • Die Therapie erfolgt, wenn möglich, konservativ, aufgrund der offenen Wachstumsfugen besteht je nach Fraktur ein hohes Korrekturpotenzial.

  • Frakturen außerhalb der Korrekturgrenzen müssen operativ stabilisiert werden.

  • Bei Kleinkindern sollte bei Verletzungen des Schultergürtels zunächst an eine Fraktur der Klavikula gedacht werden.

  • Dislozierte Gelenkfrakturen erfordern eine operative Therapie und die anatomische Reposition.

  • Bei neurovaskulären Läsionen sollte die Indikation zur operativen Revision großzügig gestellt werden.