Orthopädie und Unfallchirurgie up2date 2018; 13(06): 553-559
DOI: 10.1055/s-0044-101724
SOP / Arbeitsablauf
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

SOP Elektive lumbale Wirbelsäulenoperationen

Alexander Carl Disch
,
Peter Bernstein
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Publication Date:
31 October 2018 (online)

Einleitung

Die Zahl der Eingriffe an der Wirbelsäule ist in den vergangenen Jahren auf immer neue Rekordmarken gestiegen [10]. Die Notwendigkeit operativer Interventionen insbesondere bei degenerativen Pathologien bleibt weiterhin Gegenstand kontroverser Diskussionen. Zudem besteht in der Öffentlichkeit durch die mediale Präsenz des Themas in den letzten Jahren eine hohe Verunsicherung gegenüber Wirbelsäuleneingriffen. Evidenzbasierte Konzepte und Algorithmen sind daher zwingend erforderlich.

Der spezifische Rückenschmerz stellt in der Gesamtheit der Patienten mit Wirbelsäulenbeschwerden eine Minorität dar. Allerdings ist auch in diesem Patientenkollektiv sechs Wochen nach Erstereignis unter konservativen Maßnahmen eine Linderung der Beschwerden zu erwarten. Absolute Schmerzfreiheit wird allerdings nur in 40 – 60% berichtet. Die Chronifizierung stellt eine große Gefahr dar und wächst deutlich nach Episoden, die länger als zwölf Wochen andauern [6].

In [Abb. 1] ist ein diagnostischer Algorithmus zur Diagnostik und Therapie bei akuten spezifischen Rückenschmerzen dargestellt.