Ultraschall Med 1999; 20(4): 161-164
DOI: 10.1055/s-1999-8899
ORIGINALARBEIT
Georg Thieme Verlag Stuttgart ·New York

Verlaufskontrollen von Hüftbefunden im sonographischen Neugeborenenscreening

Follow-up of Ultrasound Screening of the Hips in Newborns B. Schüle1 ,  H. Wissel2 ,  W. Neumann3 ,  H. Merk1
  • 1Orthopädische Klinik und Poliklinik Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • 2Klinik für Kinderheilkunde, Otto v. Guericke-Universität Magdeburg
  • 3Orthopädische Klinik Otto v. Guericke-Universität, Magdeburg
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Publication History

Publication Date:
31 December 1999 (online)

Zusammenfassung

1656 Kinder wurden im Rahmen eines Neugeborenenscreenings sonographisch untersucht. Bei 2,5 % der Hüften konnte eine Hüftdysplasie oder -luxation festgestellt werden; sie waren damit unbedingt behandlungsbedürftig. Nach Einleitung einer entsprechenden Therapie und im Rahmen der Verlaufskontrollen konnte bei allen Hüften eine vollständige Ausheilung erzielt werden. Es gab keine Restdysplasien. 11,3 % der IIa-Hüften erzielten bis zur 12. Woche nicht einen α-Wert von 60 ° und gingen somit in einen Typ IIb nach Graf über. 97 % waren jedoch im 4. Monat bereits ausgereift. Die Untersuchung unterstreicht die Notwendigkeit eines generellen Ultraschall-Screenings und zeigt, daß durch die früh eingeleitete Therapie eine vollständige Ausheilung einer Hüftdysplasie/-luxation möglich ist.

1656 newborns were examined by ultrasound for early diagnosis of CDH in a screening program. In 2,5% of the cases, dysplasia or dislocation of the hip was diagnosed and required treatment. In all cases the final outcome after adequate treatment showed a hip joint without any abnormalities. 11,3% of type IIa-hips (using Graf9s classification) did not reach an alpha- angle of 60 ° until the 12th week. They were then therefore classified as type IIb. 97% of all hip joints were judged as normal in the course of the 4th month. This study emphasises the necessity of a general ultrasound screening program. It also demonstrated that early and adequate treatment leads to a normal development of the joint.

Literatur

Dr. Bettina Schüle

Orthopädische Klinik und Poliklinik

Heinrich-Heine-Universität

Moorenstraße 5

D-40225 Düsseldorf

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