Pneumologie 2001; 55(10): 454-464
DOI: 10.1055/s-2001-17844
LEITLINIEN
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Leitlinien zur Langzeit-Sauerstofftherapie

Guidelines to Long-Term Oxygen TherapyH. Magnussen, G. Goeckenjan1 , D. Köhler2 , H. Matthys3 , H. Morr4 , H. Worth5 , H. Wuthe6
  • 1Fachklinik für Lungenerkrankungen, Immenhausen
  • 2Krankenhaus Kloster Grafschaft, Zentrum für Pneumologie und Allergologie, Schmallenberg
  • 3Medizinische Universitätsklinik Freiburg, Abteilung Pneumologie, Freiburg
  • 4Pneumologische Klinik, Waldhof Elgershausen, Greifenstein
  • 5Klinikum Fürth, Medizinische Klinik I, Fürth
  • 6DRK-Klinikum Mark Brandenburg, Med. Klin., Pneumologisches Zentrum, Berlin
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Publication History

Publication Date:
17 October 2001 (online)

Methodische Vorbemerkungen

Die Leitlinien zur Langzeit-Sauerstofftherapie sind entsprechend den methodischen Empfehlungen zur Erarbeitung von Leitlinien für Diagnostik und Therapie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) [1] erstellt worden.

Eine repräsentativ zusammengesetzte Expertengruppe aus den wissenschaftlichen Sektionen der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (Klinische Pneumologie, Kardiorespiratorische Interaktion, Nächtliche Atmungs-Kreislauf-Störungen, Pathophysiologie der Atmung sowie der Arbeitsgruppe Qualitätssicherung in der Pneumologie) hat im Dezember 1999 in Bochum im Rahmen eines Gruppenprozesses den ersten Entwurf der Leitlinien erarbeitet.

Dieser Entwurf wurde in einer Diskussionsrunde im Januar 2000 in Seefeld, Österreich vorgestellt [2]. Analog dem Delphi-Verfahren wurden die Leitlinien verschickt und die Zusatzinformationen durch den federführenden Autor zusammengefasst.

Nach Abschluss dieses Vorgangs wurde am 2./3. 2. 2001 in Kassel unter der Moderation eines unabhängigen Vertreters der AWMF (Dr. H. Sitter) eine Konferenz mit Konsensusverfahren durchgeführt. Alle Beteiligten erhielten zeitgerecht einen Ordner mit der relevanten Literatur. Es erfolgte ein „Nominaler Gruppenprozess” im Beisein der Vertreter von Patienten-Selbsthilfegruppen (H. Dirmeier), Krankenkassen (Frau Dr. E. Herz), Medizinischem Dienst der Krankenversicherung (Dr. K. Vitt), des Bundesverbandes für Medizintechnologie (W. Welnhofer, G. Hartinger), des DGP und weiteren Experten (Prof. Dr. G. Goeckenjan, Dr. H. Hein, Prof. Dr. D. Köhler, PD Dr. U. Köhler, Prof. Dr. H. Magnussen, Prof. Dr. H. Morr, Prof. Dr. D. Nolte, Prof. Dr. H. Worth, Prof. Dr. H. Wuthe).

Die wissenschaftlichen Grundlagen der Leitlinien sind nach den entsprechenden Vorgaben der „Evidence-based medicine” (Tab. [1]) erarbeitet worden [1]. Die Leitlinie wurde von einer autorisierten Person der AWMF als S3-Leitlinie gewertet.

Tab. 1 Bewertung der publizierten Literatur gemäß wissenschaftlicher Aussagekraft nach Evidenztypen und Gewichtung in Empfehlungsgrade 1 Grad der Empfehlung Evidenz A 1a Evidenz aufgrund von Metaanalysen von randomisierten, kontrollierten Studien 1b Evidenz aufgrund von mindestens einer randomisierten, kontrollierten Studie B 2a Evidenz aufgrund mindestens einer gut angelegten, kontrollierten Studie ohne Randomisierung 2b Evidenz aufgrund mindestens einer gut angelegten, quasiexperimentellen Studie 3 Evidenz aufgrund gut angelegter, nicht experimenteller, deskriptiver Studien, wie z. B. Vergleichsstudien, Korrelationsstudien und Fallkontrollstudien C 4 Evidenz aufgrund von Berichten der Expertenausschüsse oder Expertenmeinungen und/oder klinischer Erfahrung anerkannter Autoritäten

Es wurde eine umfassende, computergestützte Literaturrecherche zum Themengebiet durchgeführt. Als Hauptinformationsquellen dienten dabei: Medline, Cochrane Libary. Es wurde die internationale Literatur von 1955 bis 2000 erfasst. Als Suchwörter wurden „oxygen”, „LTOT”, „COPD”, „costs”, „quality of life” und „survival” eingesetzt. Die Bewertung erfolgte durch mehrere Experten unabhängig. Die Analyse der Literatur wird im letzten Abschnitt dieser Leitlinie dargestellt.

Die Leitlinie wurde dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie zugeleitet, der diese am 7. 8. 2001 angenommen hat und zur Publikation im Organ der Gesellschaft der Zeitschrift „Pneumologie” empfahl. Eine Aktualisierung der Leitlinie ist alle 3 Jahre geplant und liegt in der Verantwortung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie.

Literatur

Prof. Dr. med. H. Magnussen

Krankenhaus Großhansdorf
Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie

Wöhrendamm 80

22927 Großhansdorf

Email: E-mail: magnussen@pulmoresearch.de