Inf Orthod Kieferorthop 2002; 34(2): 95-104
DOI: 10.1055/s-2002-32856
Originalarbeit

© Georg Thieme Verlag

Eine neuartige Methode zur Unterscheidung von dentalen und skelettalen Behandlungseffekten auf lateralen Fernröntgenbildern

A novel method to distinguish dental from skeletal treatment effects on lateral cephalometric radiographsRoland Männchen
  • Klinik für Kieferorthopädie und Kinderzahnmedizin der Universität Zürich · Schweiz
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Publication Date:
16 July 2002 (online)

Zusammenfassung:

Die Unterscheidung von skelettalen und dentalen Effekten sowie Rotationen auf kephalometrischen Röntgenbildern ist schon lange eine zentrales Problem der Kieferorthopädie. Diese Arbeit hatte das Ziel, eine neuartige Methode zur Evaluation dieser Einzeleffekte darzustellen. Die Vorgehensweise basiert auf strukturellen Überdeckungen nach Björk und reiner Vektorgeometrie. Die mathematischen Formeln werden hergeleitet, und die Programmierung kommerziell erhältlicher Computer-Software wird Schritt für Schritt beschrieben. Die Methode wurde beispielhaft auf zwei klinische Fälle und die Durchzeichnungen einer Gruppe von Patienten vor und nach Behandlung angewandt. Diese drei kieferorthopädischen Situationen sehen mit der Pitchfork-Analyse nach Johnston sehr ähnlich aus. Mit der hier neu beschriebenen Methode wurden aber deutliche Unterschiede sichtbar, die mit der klinischen Empfindung übereinstimmen.

Summary

Distinguishing skeletal, dental and rotational changes of both, on lateral cephalometric radiographs has been a long-standing problem in orthodontics. This communication is an attempt to describe a novel method to achieve the same. The procedures are based on the structural superimpositions of Björk and vector geometry. The mathematical formulae and the setting-up of a commercially available software program are presented in a step-by-step fashion. In order to exemplify, the method was applied to the tracings of two individual clinical cases and to the pre- and post-treatment tracings of a group of patients. The three orthodontic situations appear quite similar when evaluated by the Pitchfork Analysis, but distinct differences among them became evident when analysed by the method described here.