Inf Orthod Kieferorthop 2003; 35(1): 45-53
DOI: 10.1055/s-2003-38573
Originalarbeit

© Georg Thieme Verlag

Das Speed-System® - eine Behandlungsphilosophie mit selbstligierenden Brackets

The Speed-System® - A treatment philosophy of self-ligating bracketsF. K. Byloff
Further Information

Publication History

Publication Date:
15 April 2003 (online)

Zusammenfassung

Die Entwicklung von selbstligierenden Brackets hat in den frühen 30er Jahren in den USA begonnen, ist dann aber erst in den 80er Jahren wieder aufgegriffen worden. Das Speedbracket, das erste Bracket mit einem aktiven Verschlussmechanismus, wurde von G. H. Hanson 1980 erstmals publiziert. Seine Wirkungsweise, wesentlich bestimmt durch jenen aktiven Verschlussmechanismus, eine Haltefeder aus superelastischem Nitinol, führt bei entsprechender Anwendung zu einer eigenen Behandlungstechnik. Sie wird bestimmt durch sehr leichte Kräfte, wesentlich reduzierte Friktion, eine substantielle Verringerung von Verankerungsproblemen und wesentliche Zeitersparnis durch das Wegfallen von konventionellen Ligaturen und die Reduzierung von Kontrollterminen. Es werden besonders das anfängliche Nivellieren und Ausrotieren sowie grundsätzlich Bewegungen der Zähne am Bogen einfacher und mit geringerem Aufwand erreicht. Hinzu kommen durch die Miniaturisierung der Apparatur wesentliche hygienische und ästhetische Vorteile. Anfängliche Schwierigkeiten mit diesem System sind durch Beachtung einiger Grundregeln sehr leicht vermeidbar.

Summary

The development of self-ligating brackets (SLB) started in North America in the early 1930's. The Speed bracket, introduced in 1980 by G. H. Hanson was the first SLB with an active component designed to entrap the archwire. This elastic component is called spring clip. The use of such a spring clip, as opposed to elastomeric ligatures, in bracket design creates treatment possibilities that utilize lighter forces and substantially reduced friction. This can result in a reduction of anchorage taxation and improved treatment efficiency. Especially improved is the initial alignment and leveling, correction of rotations, and translation of teeth along an archwire. An additional aspect of note, is the miniaturization of the bracket which creates esthetic and hygienic advantages. Possible initial difficulties with this bracket design are easily avoided if certain principles are adhered to.