Inf Orthod Kieferorthop 2003; 35(1): 13-18
DOI: 10.1055/s-2003-38575
Originalarbeit

© Georg Thieme Verlag

Selbstligierende Twin-Brackets (Teil I) - Ist weniger mehr?

Self-ligating twin-brackets (Part 1) - Less is moreJ. C. Voudouris1 , M. M. Kuftinec1 , H. P. Bantleon2 , S. Muhs2 , A. Pescheck2
  • 1College of Dentistry · Department of Orthodontics · New York University · Manhattan New York City · USA
  • 2Abteilung für Kieferorthopädie · Universität Wien · Österreich
Further Information

Publication History

Publication Date:
15 April 2003 (online)

Zusammenfassung

Die kieferorthopädische Therapie sollte bezüglich der medizinischen als auch der wirtschaftlichen Komponenten stets eine bestmögliche, effektive und effiziente Behandlung als Ziel haben. Selbstligierende Bracket-Systeme tragen zur Realisierung derartiger Behandlungskonzepte bei. Durch selbstligierende Bracket-Systeme ist es möglich, Zahnbewegungen friktionsärmer durchzuführen, kleine Kräfte zur Minimierung der Wurzelresorptionsgefahr anzuwenden, eine gute Mundhygienemöglichkeit mit geringem Demineralisierungsrisiko durch ein kleines Bracketdesign zu gewährleisten und den Patientenkomfort durch das Vermeiden von häufig störenden Metalligaturen zu steigern. Es zeigt sich ferner, dass durch die Verwendung dieser Bracket-Systeme eine Reduktion der Behandlungszeit beim Bogenwechsel um die Hälfte pro Behandlungssitzung erreicht werden kann. Aufgrund der in das Bracket integrierten Verschlussklappe ist ein schnelles Verschließen des Brackets ohne zeitaufwendiges Einligieren mit konventionellen metallischen oder elastischen Ligaturen möglich.
Ziel der folgenden Arbeit ist es, das Design und die Verwendung des selbstligierenden In-Ovation-Bracketsystems zu beschreiben, klinische und biomechanische Aspekte zu betrachten, sowie Fragen der Effektivität und Effizienz zu beantworten.

Abstract

Orthodontic treatment can become significantly more efficient by reducing antiquated elastomer and metal ligature tieing. Interactive self-ligating appliances have the potential to improve poor oral hygiene, decalcification, heavy forces, root resorption, and interbracket rigidity with rectangular arch wires. The improvements can be clinically significant. By using these appliances arch wire changes have shown to take half the time at each appointment. The interactive self-ligating system has most importantly been established as a fully pre-programmed Siamese Twin.
Repetitive replacement of time-consuming elastomers and metal ties has been replaced by a rapidly acting, resilient clip built into the bracket body.
The aim of this paper is to explain the design and the biomechanic effects as well as the clinical advantages of the Siamese Twin IN-OVATION bracket system.