Inf Orthod Kieferorthop 2003; 35(1): 9-12
DOI: 10.1055/s-2003-38579
Originalarbeit

© Georg Thieme Verlag

Die Drei-Bracket-Beziehung

Eine theoretische und mechanische Analyse bei der Anwendung selbstligierender BracketsThree-bracket-relationA theoretical and mechanical analysis of self-ligating systemsM. Scheriau1 , G. Enislidis1 , H.-P. Bantleon1
  • 1Abteilung für Kieferorthopädie · Wien · Österreich
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Publication Date:
15 April 2003 (online)

Zusammenfassung

Die mechanische Analyse der Drei-Bracket-Beziehung zeigt neben bekannten Drehmomenten und vertikalen Kräften auch deutliche horizontale Kräfte, welche aufgrund der Verformung des Drahtes im Sinne eines Klemmens (binding) auftreten.

Diese horizontalen Kräfte treten sowohl bei selbstligierenden als auch bei konventionellen Straight-Wire-Brackets auf. Bei den selbstligierenden Brackets sind die horizontalen Kräfte jedoch um ca. fünfzig Prozent geringer als bei konventionellen Straight-wire-Brackets. Der praktische Nutzen dieser horizontalen Kräfte liegt in der Lückenöffnung während der Nivellierungsphase. Erst nach dem Überwinden des Klemmens (Binding), kö nnen vertikale Nivellierungsprozesse stattfinden.

Summary

The mechanical analysis of a three-bracket-relation reveals not only already known moments of forces in the vertical dimension but also in the horizontal dimension. These horizontal forces are reduced by more than fifty percent in self-ligating systems compared to conventional straight-wire systems. The horizontal forces are useful to open space during leveling.

Changes in the vertical dimension during leveling can only be expected if binding has been overcome.