Sportverletz Sportschaden 2003; 17(3): 107-111
DOI: 10.1055/s-2003-42152
Originalarbeit
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Epidemiologie des Freizeitläufers

Epidemiology of the Recreational RunnerE.  Hohmann1 , A . Imhoff1
  • 1Abteilung und Poliklinik für Sportorthopädie der Technischen Universität München
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Publication Date:
16 September 2003 (online)

Zusammenfassung

Jogging ist zu einem alltäglichem Freizeitsport geworden. Bei 92 Freizeitläufern wurden die Füße klinisch untersucht. Laufverhalten und Wissen über eigene Fußform und Biomechanik wurde durch einen Fragebogen evaluiert. Die klinische Untersuchung wurde durch ein Podogramm ergänzt, angefertigt von einem erfahrenen Orthopädie-Schuhtechniker. 41 Läufer trainierten mehr als 5 Jahre, 12 zwischen 3 und 5, 28 zwischen 1 und 3 und 11 weniger als ein Jahr. Das Durchschnittsalter betrug 35,4 Jahre. Die Mehrzahl der Läufer trainierte weniger als 20 km (n = 43) und 20 - 40 km pro Woche (n = 28). 14 Läufer hatten einen Trainingsumfang von 40 - 60 km. Lediglich 6 Läufer trainierten mehr als 60 km pro Woche. Es kristallisierten sich zwei Gruppen heraus: der Freizeitläufer mit einer Trainingsdauer von mehr als 3 Jahren bei einer wöchentlichen Laufstrecke von weniger als 20 km und der ambitionierte Läufer mit mehr als 40 km Distanz pro Woche. Die Mehrzahl läuft auf geteerten und ungeteerten Wegen oder einer Kombination. Das Allgemeinwissen der Läufer über Fußtyp ist schlecht. Nur 50 % konnten ihren Fuß richtig einstufen. 30 % waren mit einer Einlage versorgt, wobei nur 50 % eine Besserung der Symptome verspürten.

Abstract

Running has become a very popular sport in Europe. We clinically examined the feet of 92 recreational runners and assessed their knowledge of their own foot anatomy with a questionnaire. Additionally a podogram was performed by an experienced podiatrist. 41 runners trained for more than 5 years, 12 between 3 - 5, 28 between 1 - 3 and 11 less than one year. The mean age was 35,4 years. The majority had weekly distances of less than 20 km (n = 43) and 20 - 40 km (n = 28), 14 40 - 60 km and only 6 runners were running more than 60 km per week. We could define two groups: one group as the sedentary runner with distances less than 20 km over a minimum period of 3 - 5 years and the competitive runner with distances above 40 per week over at least 3 years. Most of the runners run on tarred or gravel surfaces or a combination of those. The knowledge of the own foot anatomy and biomechanics was poor. Only 50 % were correct in identifying their anatomy. 30 % of all runners have been given orthotics of which only 50 % demonstrated an improvement in symptoms.

Literatur

Dr. Erik Hohmann

Division of Orthopaedic Surgery
Rockhampton Base Hospital

Canning Street

Rockhampton QLD 4700

Australia

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