Inf Orthod Kieferorthop 2004; 36(1): 37-45
DOI: 10.1055/s-2004-818748
Fallbericht

© Georg Thieme Verlag

Kieferorthopädische Therapie einer Klasse-III-Malokklusion - Ein Grenzfall

Orthodontic Treatment of a Class III Malocclusion - A Borderline CaseB. Krifter1 , A. Pescheck1 , J. P. Nuyens1 , H.- P. Bantleon1
  • 1Medizinische Universität Wien, Klinische Abteilung für Kieferorthopädie, Klinik für Zahn-, Mund-, und Kieferheilkunde
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Publication Date:
19 March 2004 (online)

Zusammenfassung

Die kieferorthopädische Therapie von Patienten mit einer Klasse-III-Malokklusion stellt nach wie vor eine Herausforderung für den kieferorthopädischen Behandler dar; gerade in Fällen, in denen eine Erstbegutachtung zu einem relativ späten Zeitpunkt, im späten Wechselgebiss oder erst im bleibenden Gebiss stattfindet. Dann gilt es zu entscheiden, ob eine alleinige kieferorthopädische Therapie noch möglich ist oder eine kombiniert kieferorthopädisch-kieferchirurgische Therapie angestrebt werden soll. Dazwischen befindet sich der Bereich, in dem sich der hier vorgestellte Fall einer 12 Jahre und 9 Monate alten Patientin mit einer Retromaxillie befindet. Dieser aus ästhetisch kieferorthopädischer Sicht betrachtete Grenzfall wurde in einer 2-Phasen-Therapie zunächst mit einer Delaire-Maske und anschließender festsitzender Therapie behandelt.

Abstract

Orthodontic treatment of a class III malocclusion is still a challenge for most orthodontists, especially in patients with late mixed or permanent dentition. Then treatment objectives are either orthodontic or combined orthodontic-surgical ones. This borderline case shows a 12-year- and 9-months-old patient with retrusive maxilla, treated in two phases, first with Delaire mask followed by a treatment with fixed appliances.