Fortschr Neurol Psychiatr 2004; 72(10): 557-563
DOI: 10.1055/s-2004-830077
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Fragliche Evidenz für den Einsatz des Cholinesterasehemmers Donepezil bei Alzheimer-Demenz - eine systematische Übersichtsarbeit

Doubtful Evidence for the Use of the Cholinesterase Inhibitor Donepezil in Patients with Dementia - a Systematic ReviewH.  Kaduszkiewicz1 , H.-P.  Beck-Bornholdt1 , H.  van den Bussche1 , T.  Zimmermann1
  • 1Institut für Allgemeinmedizin (Direktor: Prof. Dr. med. Hendrik van den Bussche), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Wir bedanken uns bei Prof. Michael M. Kochen, Göttingen, für seine kontinuierliche Unterstützung und Beratung.
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Publication Date:
27 September 2004 (eFirst)

Zusammenfassung

Fragestellung: Ziel dieser Arbeit ist es, den Grad der wissenschaftlichen Evidenz für den Einsatz von Donepezil zu ermitteln. Methodik: In den Literaturdatenbanken MEDLINE und EMBASE wurden zehn randomisierte, kontrollierte und doppelt verblindete Studien zu Donepezil identifiziert und in diese Übersichtsarbeit einbezogen. Anhand eines Kriterienkataloges wurden alle zehn Studien einer detaillierten methodischen Prüfung unterzogen. Ergebnisse: In acht der zehn Studien werden von den Autoren signifikante Unterschiede zwischen Donepezil und Plazebo zugunsten von Donepezil postuliert. Doch die methodische Prüfung der Studien zeigte in allen Studien gravierende methodische Mängel auf, die in der Übersichtsarbeit detailliert dargestellt werden. Schlussfolgerung: Da in allen Studien gravierende methodische Mängel festgestellt wurden, die einen entscheidenden Einfluss auf das beobachtete Resultat gehabt haben können, ist festzustellen, dass der wissenschaftliche Nachweis einer positiven Wirkung von Donepezil noch aussteht. Zudem stellt sich die Frage nach der klinischen Relevanz der postulierten positiven Ergebnisse.

Abstract

Objective: Objective of this systematic review is to determine the level of scientific evidence for the use of Donepezil in Alzheimer's Disease. Methods: Ten randomised controlled double-blind trials testing Donepezil versus Placebo were identified in MEDLINE and EMBASE. All ten trials were included in this systematic review. Following a detailed catalogue of criteria the methodological standard of the ten trials was assessed. Results: The authors of eight trials postulated statistically significant differences in favour of Donepezil. Unfortunately, the methodological standard of all studies was insufficient. The methodological shortcomings are discussed in detail. Conclusion: With regard to severe methodological deficiencies the evidence for the use of Donepezil in moderate to severe Alzheimer's Disease is lacking. But even if the trials had been conducted in a methodologically correct way the clinical relevance of the postulated positive results would have to be questioned.