Inf Orthod Kieferorthop 2005; 37(1): 1-14
DOI: 10.1055/s-2005-836379
Originalarbeit

© Georg Thieme Verlag

State of the Art der Dynamax-Apparatur

State of the Art of the Dynamax SystemN. Bass1
  • 14 Queen Anne Street, London, Großbritannien
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Publication Date:
06 September 2005 (online)

Zusammenfassung

Bei der neuen Dynamax-Apparatur handelt es sich um ein Gerät zur Therapie der skelettalen Klasse-II-Maloklusion, die durch eine Retrusion des Unterkiefers gekennzeichnet ist. Diese zweiteilige Apparatur ermöglicht die progressive Nachentwicklung des Unterkiefers, die Expansion des Oberkiefers, die Kontrolle des maxillären Wachstums und des frontalen Kronentorque sowie die Kontrolle der vertikalen Entwicklung des Gesichtes. Das Gerät ist einfach in Herstellung und Handhabung und wird von den Patienten gut angenommen. Es ermöglicht skelettale Veränderungen und Kontrolle über die dentofaziale Entwicklung sowie die Bewegung von Zähnen. Kern des Gerätes ist ein vorgefertigtes Federmodul, mit der sowohl eine Expansion des Oberkiefers, als auch die Nachentwicklung des Unterkiefers möglich ist. Seine leichte Aktivierbarkeit ermöglicht eine kontinuierliche progressive Protrusion des Unterkiefers. Ein Konstruktionsbiss ist dabei nicht erforderlich und die Apparatur lässt sich im Labor ohne Artikulator anfertigen. Durch das Federmodul ist das Gerät sehr stabil und besitzt nur geringe Kunststoffanteile, die sich hauptsächlich im Interokklusalraum befinden. Dadurch können sich die Seitenzähne ungehindert in die normale Interkuspidation durchbrechen, ohne dass sich die Untergesichtshöhe vergrößert. Die beiden Teile der Apparatur haben seitlich im Sublingualraum Kontakt, wo sich eine ausgedehnte Kontaktfläche befindet, mit der die Nachentwicklung des Unterkiefers durchgeführt wird. Dieser Kontakt stellt sicher, dass die protrudierte Unterkieferposition auch bei der Mundöffnung und während des Schlafes aufrecht erhalten wird. Der untere Teil der Apparatur kann festsitzend oder abnehmbar gestaltet werden. In beiden Kiefern kann gleichzeitig mit der orthopädischen Therapie eine Multibracket-Behandlung durchgeführt werden, was die Effektivität der gesamten Therapie deutlich erhöht.

Abstract

The new Dynamax appliance is a treatment mechanism for the correction of the Skeletal II malocclusion characterised by a mandibular retrusion. Progressive mandibular advancement, maxillary expansion, control of maxillary growth, incisor torque and control of vertical facial development are incorporated into a two-part appliance. The appliance provides ease of laboratory construction, clinical handling and patient acceptability, giving the possibility of skeletal changes and control over dento-facial development and tooth movements. A prefabricated spring module forms the basis of the appliance, allowing both maxillary expansion and mandibular advancement, with an easily adjustable progressive forward position of the lower jaw. A construction bite is unnecessary and the appliance can be made without the use of a laboratory articulator. The spring module provides most of the strength to the appliance so that minimal acrylic is required and the appliance is fully contained within the freeway space, allowing the posterior teeth to erupt into normal inter-digitation without increasing the lower face height. Contact between the upper and lower parts of the appliance occurs posteriorly in the lingual sulcus, where the depth permits an extended vertical contact to be used for mandibular advancement. This contact maintains a protrusive mandibular position throughout the range of mandibular opening, including during sleep. The lower portion of the appliance may be fixed or removable and multibracket treatment can be carried out in one or both arches at the same time as the orthopaedics, promoting efficiency in treatment.