Laryngorhinootologie 2005; 84: 228-234
DOI: 10.1055/s-2005-861127
Gestörte Hautfunktion
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Gestörte Hautfunktion
Konservative wiederherstellende Verfahren

U.  Wollina1
  • 1Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt, Städtisches Klinikum, Akademisches Lehrkrankenhaus der TU Dresden
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Publication Date:
22 April 2005 (online)

Zusammenfassung

Die Haut übt eine Reihe essenzieller Schutzfunktionen aus, die dem Erhalt der Homöostase des Gesamtorganismus dienen. In der folgenden Übersicht werden dabei die Barrierefunktion der Haut sowie die Expression antimikrobieller Peptide dargestellt. Die Barrierefunktion der Haut hat ihr morphologisches Korrelat in der dynamischen Struktur des Stratum corneum, welches sich aus Lipiden und Korneozyten aufbaut. Das Stratum corneum ist eine Grundvoraussetzung für ein terrestrisches Leben. Störungen der Barrierefunktion werden durch Verletzungen aber auch entzündliche Dermatosen ausgelöst. Therapeutische Möglichkeiten werden am Beispiel der konservativen topischen Behandlung der Radiodermatitis und der Irritationsdermatitis bei Gehörgeräte-Trägern dargestellt. Der Einsatz antimikrobieller Peptide wird an verschiedenen, auch im Gesichtsbereich auftretenden entzündlichen Dermatosen besprochen. Im Rahmen der Wundheilung sind neue Optionen wie biotechnologisch hergestellte Matrix- und Wachstumsfaktoren sowie Tissue-Engineering-Produkte erwähnenswert. Für die praktische Behandlung chronischer Wunden hat sich das Konzept der Wundbettpräparation (TIME) bewährt.

Literatur

Prof. Dr. med. Uwe Wollina

Chefarzt der Hautklinik, Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt, Städtisches Klinikum, Akademisches Lehrkrankenhaus der TU Dresden

Friedrichstraße 41 · 01067 Dresden

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