Laryngorhinootologie 2005; 84: 192-203
DOI: 10.1055/s-2005-861143
Gestörte Stimme
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Gestörte Stimme
Konservative Verfahren

E.  Kruse1
  • 1Univ.-Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie Göttingen (Direktor: Prof. Dr. E. Kruse)
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Publication Date:
22 April 2005 (online)

Zusammenfassung

Eine gestörte Stimmfunktion beeinträchtigt neben der sozialen Interaktion in zunehmendem Maß auch die berufliche Leistungsfähigkeit, stellen doch immer mehr Berufe spezifische kommunikative Anforderungen mit hoher Stimm- und/oder Sprechbelastung. Zur Wiederherstellung der Stimmfunktion haben konservative Verfahren durch die Verfeinerung mikrochirurgischer Techniken und Ausweitung phonochirurgischer Indikationen keinesfalls an Bedeutung verloren, allerdings eine gewisse Konkurrenz gefunden, der sie sich bei alternativer Indikationsstellung mit dem Nachweis einer überlegenen Effektivität zu stellen haben. Dies gelingt umso besser, je differenzierter und systematischer eine individuelle glottische Pathophysiologie verändert werden kann in Richtung der individuellen Stimmphysiologie bzw. der bestmöglichen Ersatzphonation. Diese geforderte Veränderung ist nicht nur abhängig vom theoretischen Konzept und dessen methodischer Umsetzung, sondern ebenso von der Einhaltung therapeutischer Rahmenbedingungen. So haben konservative Stimmbehandlungen Intensivtherapien zu sein, zumal bei Akzeptanz einer stimmfunktionellen Regelkreissteuerung auf Basis unseres Modells einer laryngealen Doppelphonationsfunktion.

Literatur

Prof. Dr. Eberhard Kruse

Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie (Direktor: Prof. Dr. E. Kruse), Bereich Humanmedizin, Georg-August-Universität

Robert Koch-Straße 40 · 37075 Göttingen ·

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