Zeitschrift für Palliativmedizin 2005; 6 - 18
DOI: 10.1055/s-2005-865412

Autonomie versus Benefizienz

M Blatt-Bodewig 1
  • 1Caritasklinik St. Theresia, Saarbrücken

Bei einem 65-jährigen Patienten mit rezidiviertem Oropharynxkarzinom wurde aus medizinischer Sicht die dringende Indikation zur Tracheotomie gestellt. Der Patient lehnte diesen Eingriff ab und verweigerte auch seine Zustimmung für den Fall, dass eine Notsituation eintreten sollte, in der er sich nicht mehr äußern könnte. Die Schwierigkeit der Entscheidung lag darin, dass der Wille des Patienten dem implizierten Behandlungsziel, das Symptom Luftnot bestmöglichst zu lindern, widersprach.