Der Vortrag beinhaltet eine aktuelle Bestandsaufnahme der Arbeit von Psychologen auf
Palliativstationen. Die Ergebnisse einer Befragung geben einen Einblick in die Arbeitsinhalte,
die Problemfelder und in das Selbstverständnis der Psychologen. Hierbei interessiert
auch der Aspekt der gegenseitigen Erwartungen innerhalb des multiprofessionellen Teams.
Der Ist-Zustand gibt Anlass zum selbstkritischen Hinterfragen der eigene Rolle: Was
fügen wir Psychologen eigentlich Nützliches hinzu? Wann schaden wir und wie gehen
wir damit um? Wollen wir wirklich integriert sein oder tun wir nur so? Anhand dieser
und anderer Fragen entwickelt sich ein konkretes Bild vom „Palliativ-Psychologen“,
das Aussagen zur Haltung, zum Können, zur Integration und zur Selbstbegrenzung zulässt.
Diese Art der Selbstbespiegelung lohnt sich nur, wenn damit die Absicht verbunden
ist, das eigene Entwicklungspotenzial nicht nur zu erkennen, sondern es auch sinnvoll
in die Palliativmedizin einzubringen. Praxisbeispiele belegen, dass dies gut möglich
ist.