RSS-Feed abonnieren
DOI: 10.1055/s-2005-867348
Pneumonien auf der Intensivstation
Die Pneumoniediagnostik bei Intensivstationspatienten unterliegt besonderen Schwierigkeiten. Dies gilt nicht nur für die Erfassung und Interpretation entsprechender klinischer sowie laborchemischer Zeichen, sondern auch und vor allem für die Bildgebung.
So erschweren bereits technische Limitationen und oftmals eine fehlende Kooperationsfähigkeit betroffener Patienten die projektionsradiographische Detektion pneumonieäquivalenter Veränderungen. Darüberhinaus beeinträchtigt bei Intensivstationspatienten eine hohe Prävalenz pneumonieähnlicher Phänomene die Diagnostik mikrobieller Lungenkomplikationen. Zudem entwickeln sich infektiös-entzündliche Prozesse des Lungenparenchyms häufig als jeweils sekundäres Phänomen, also als Komplikation anderer die Atmungsorgane involvierender Erkrankungen, so dass die zugehörigen Röntgenzeichen mitunter überhaupt nicht identifiziert werden können.
Ungeachtet eingeschränkter Sensitivität und Spezifität der pneumoniebezogenen Röntgendiagnostik auf Intensivstationen spielt die Bildgebung angesichts des auch klinischerseits diesbezüglich bestehenden Diagnostikdilemmas eine wichtige Rolle.
Lernziele:
Vor dem genannten Hintergrund versucht der Kurs, folgenden Lernzielen Rechnung zu tragen:
· Klassifizierung,
· allgemeine und spezielle Röntgenzeichen sowie
· differenzialdiagnostische Aspekte
nosokomialer Pneumonien.
Korrespondierender Autor: Roos N
Universitätsklinikum Münster, Institut für Klinische Radiologie, Albert-Schweitzer-Str. 33, 48149, Münster
E-Mail: roosn@uni-muenster.de