Hintergrund/Ziele und Forschungsfragen: Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist weltweit eine der führenden
Erkrankungen bezüglich Morbidität und Mortalität. Es ist bekannt, dass ein körperliches
Training im Rahmen einer Rehabilitationsmaßnahme geeignet ist, Lebensqualität und
Belastungsfähigkeit dieser Patienten zu verbessern. Das zur Aufrechterhaltung dieser
Erfolge notwendige postrehabilitative Training wird jedoch immer noch zu selten durchgeführt.
Ziel unserer Untersuchung ist es, ein hausärztlich überwachtes häusliches Gehtraining
(HGT) nach teilstationärer Rehabilitation (TsR) als Rehabilitationsnachsorge zu evaluieren.
Material und Methoden: Es handelt sich um eine prospektive, randomisierte und kontrollierte Interventionsstudie
(Start: März 2005). Insgesamt sollen 120 Patienten mit COPD nach Durchführung einer
3-wöchigen TsR in der Atem-Reha GmbH Hamburg auf eine Trainings- (6 Monate HGT) oder
eine Kontrollgruppe (kein Training) randomisiert werden. Die Überwachung erfolgt durch
den jeweiligen Hausarzt in Zusammenarbeit mit einem Mitarbeiter unseres Institutes.
Zu Beginn der Studie sowie nach 3 und 6 Monaten werden u.a. krankheitsspezifische
Lebensqualität (CRQ) und Belastbarkeit (6-Minuten-Gehstrecke) erfasst. Ergebnisse: Work in progress! Erste Ergebnisse werden beim Kongress vorgestellt werden. Es soll
evaluiert werden, ob ein HGT unter hausärztlicher Überwachung mit entsprechender fachlicher
Unterstützung grundsätzlich durchführbar ist. Weiterhin erwarten wir aufgrund positiver
Vorstudien, dass das HGT bei den Trainingspatienten zur Aufrechterhaltung der Erfolge
der TsR hinsichtlich Lebensqualität und Belastbarkeit beiträgt. Schlussfolgerungen und Diskussion: Es gibt für Patienten mit COPD nur wenige Angebote einer strukturierten Rehabilitationsnachsorge.
In dieser Hinsicht soll unsere Untersuchung zeigen, ob ein häusliches Gehtraining
unter hausärztlicher Überwachung durchführbar und effektiv ist.