Kardiologie up2date 2005; 1(4): 316-321
DOI: 10.1055/s-2005-921084
Hotline - Angeborene und erworbene Herzfehler
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Medikamentöse Behandlung des operierten Klappenpatienten

Cornelia  Piper
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Publication Date:
22 December 2005 (online)

Einleitung

Bei derzeit ca. 18 000 Implantationen pro Jahr und bekannten postoperativen Mortalitätsraten erscheint eine Zahl von ca. 170 000 Kunstklappenträgern realistisch. Die medikamentöse Therapie dieser Patienten ist abhängig von:

der Art des chirurgischen Eingriffs (klappenerhaltend oder Klappenersatz), ggf. der Prothesenwahl und der kardialen Morphologie und Physiologie (z. B. Myokardfunktion, Rhythmus).

Eine postoperativ persistierende myokardiale Dysfunktion erfordert eine konsequente Herzinsuffizienzmedikation. Da mechanische Kunstklappen thrombogen sind, ist eine dauerhafte orale Antikoagulation unerlässlich. Mechanische und biologische Herzklappenprothesen prädisponieren für polymerassoziierte Infektionen insbesondere durch koagulasenegative Staphylokokken, sodass die Leitlinien zur Endokarditisprophylaxe zu befolgen sind.

Literatur

PD Dr. med. Cornelia Piper

Herz- und Diabeteszentrum NRW

Kardiologische Klinik · Georgstr. 11 · 32545 Bad Oeynhausen

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