Geburtshilfe Frauenheilkd 2006; 66(7): 674-676
DOI: 10.1055/s-2006-924312
Originalarbeit

Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Influence of Uterine Myomas on Course and Outcome of Pregnancy

Einfluss von Myomen auf den Schwangerschaftsverlauf und SchwangerschaftsausgangS. Plesinac1 , D. Plecas1 , I. Babovic1
  • 1Institute of Gynecology and obstetrics, Clinical Center of Serbia, Koste Todorovica 26, 11000 Belgrade, Serbia
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Publication History

Eingang Manuskript: 13.3.2006 Eingang revidiertes Manuskript: 16.5.2006

Akzeptiert: 1.6.2006

Publication Date:
08 August 2006 (online)

Abstract

Purpose and Introduction: Uterine myomas are present in 1.4 % of all pregnancies. They increase incidence of spontaneous abortions, preterm labor and fetal malpresentation, as well as degeneration and infection of myomas. Some of them must be operated and removed before or during the pregnancy and during the cesarean section. Our study shows how uterine myomas influence the course of pregnancy or the way of its termination. We paid special attention to the group of patients who previously had myomectomy. We seeked for an answer if myomectomy should be an indication for operative delivery or not. Materials and Method: We analyzed 122 pregnancies which were followed and terminated in the Institute for Gynecology and Obstetrics in two years' interval. The patients were divided in 3 groups. Group 1: 23 patients who previously had myomectomy and had normal ultrasound finding during the actual pregnancy. Group 2: 10 patients who previously had myomectomy and had new myomas. Group 3: 89 patients who had one or more myomas and had no operations before. Results and Discussion: Vaginal delivery was performed in 23.7 % cases, they were all spontaneous. Operative deliveries were performed in 76.3 % pregnancies. In group 1 this percentage was 87 % and in group 2 even 90 % due to previous myomectomy. During the cesarean section we performed myomectomy in 33.6 %. There were no significant intrapartal or postpartal hemorrhages. In group 2 we found 2 incomplete uterus ruptures during the elective cesarean sections. Conclusion: We suggest to take special care of patients with previous myomectomy and new myomas because they are at great risk to develop uterine rupture in pregnancy and labor with great danger for fetus and mother.

Zusammenfassung

Einleitung: Bei 1,4 % aller Schwangerschaften findet man Myome. Degenerative Veränderungen, Nekrosen sowie Infektionsherde dieser Myome können den Schwangerschaftsverlauf negativ beeinflussen. Vorgängige Myomektomien oder Myomektomien während der Schwangerschaft bergen besondere Risiken für den Schwangerschaftsverlauf und Schwangerschaftsausgang in sich. Ziel der Untersuchung war es, den Schwangerschaftsverlauf und Schwangerschaftsausgang bei durch myomatöse Veränderungen komplizierten Schwangerschaften aufzuzeigen, bei Patientinnen mit einer Myomektomie vor der Schwangerschaft und bei Patientinnen ohne chirurgische Intervention vor der Schwangerschaft. Wir wollten aufzeigen, ob eine Myomektomie Grund ist, eine Schwangerschaft operativ zu beenden. Methode: Die Studie umfasste 122 Schwangerschaften, die am Institut für Gynäkologie und Geburtshilfe KCS im Zeitraum 2002 - 2004 von Beginn bis zur Geburt begleitet wurden. Wir bildeten 3 Patientinnen-Gruppen. Die erste Gruppe umfasste 23 Patientinnen, bei denen vor der Schwangerschaft eine Myomektomie vorgenommen wurde und der Uterusbefund während der von uns begleiteten Schwangerschaft unauffällig war. Die zweite Gruppe bildeten 10 Patientinnen mit durchgeführter Myomektomie vor der Schwangerschaft und neu auftretenden Uterusmyomen. In der dritten Gruppe waren 89 Patientinnen ohne Myomektomie, mit einem oder mehreren Uterusmyomen. Resultat: Wir haben aufgezeigt, dass Myome häufiger bei älteren Erstgebärenden auftreten. Operativ wurden 87 % der Schwangerschaften aus der ersten, und 90 % aus der zweiten Vergleichsgruppe beendet. Während des Kaiserschnitts wurde bei 33,6 % der Patientinnen eine Myomektomie vorgenommen. Bei den Patientinnen aus der zweiten Gruppe wurden während des Kaiserschnitts 2 (20 %) stumme Uterusrupturen gefunden. Es gab keine ernsthaften postpartalen oder postoperativen Komplikationen. Schlussfolgerung: Wir schlagen eine verstärkte Beobachtung derjenigen Patientinnen vor, welche bereits vor der Schwangerschaft eine Myomektomie hatten und bei welchen sich erneut myomatöse Knoten entwickelt haben, weil eine erhöhte Unterusrupturinzidenz besteht, welche unerkannt einen schlechten Ausgang haben könnte.

References

PhD Snezana Plesinac

Institute of Gynecology and Obstetrics
Clinical Center of Serbia

Koste Todorovica 26

11000 Belgrade

Serbia

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