Gastroenterologie up2date 2006; 2(3): 219-228
DOI: 10.1055/s-2006-944669
Leber/Galle/Pankreas
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Leberbiopsie: Indikation, Stellenwert, Durchführung, Befundinterpretation

Ulrike  W.  Denzer
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Publication Date:
20 September 2006 (online)

Kernaussagen

Indikationen

Die Leberbiopsie ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil in der Diagnostik unklarer und chronischer Lebererkrankungen.

Nichtinvasive Methoden können die histologische Beurteilung derzeit nicht ersetzen.

Technische Verfahren

Die perkutane Leberbiopsie als Standardmethode ist unter Beachtung der Kontraindikationen schnell, einfach und komplikationsarm durchführbar.

In Abhängigkeit von der Indikation oder bei Vorliegen von Kontraindikationen stellen je nach lokaler Expertise transjuguläre und laparoskopische Leberbiopsie alternative Punktionstechniken dar.

In der Diagnostik der Leberzirrhose und der unklaren Leberwerterhöhung ermöglicht die Laparoskopie die zusätzliche makroskopische Beurteilung sowie die Erfassung und gezielte Biopsie von kleinen fokalen Zusatzbefunden.

Die diagnostische Biopsie fokaler Leberraumforderungen erfolgt sonographisch oder CT-gesteuert, wobei zur Erzielung aussagekräftiger Probezylinder zunehmend Stanzbiopsiekanülen anstelle von Aspirationszytologien verwendet werden.

Literatur

Dr. Ulrike W. Denzer

I. Med. Klinik und Poliklinik

Universitätsklinik Hamburg Eppendorf · Martinistraße 52 · 20246 Hamburg

Email: u.denzer@uke.uni-hamburg.de