Laryngorhinootologie 2006; 85(11): 796-800
DOI: 10.1055/s-2006-944840
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Monitoring und Konditionierung beim Gewebetransfer in der rekonstruktiven HNO-Chirurgie

Monitoring and Conditioning in Plastic and Reconstructive ENT-surgeryA.  Dacho1 , A.  Dietz1
  • 1Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Plastische Operationen, Universität Leipzig (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. med. A. Dietz)
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Publication Date:
06 November 2006 (online)

Zusammenfassung

Die plastisch-rekonstruktive und wiederherstellende HNO-Chirurgie dient der Rekonstruktion sowie der Wiederherstellung von Form und Funktion. Häufige Indikationen in der HNO-Heilkunde sind die Deckung großer Weichteildefekte nach Tumoroperationen, Schuss- bzw. Explosionsverletzungen, Unfällen, Verbrennungen oder fulminanten Infekten mit Weichteilverlust. Die immer noch hohe Revisionsrate von bis zu 20 % in selektiven Risikogruppen machen deutlich, dass nicht nur tiefere Kenntnisse im Monitoring, sondern auch der Ischämie-/Reperfusionsmechanismen nötig sind. Neben den weiter verbesserten unterschiedlichen Monitoringverfahren kommen zunehmend biochemische Abläufe bei gestielten und freien Lappentransplantaten in den Fokus. Hierbei kommen der Ischämischen Prä- bzw. Postkonditionierung eine besondere Rolle zu. In den letzten Jahren kristallisieren sich bestimmte physikalische und medikamentöse Faktoren heraus, die Einfluss auf das Langzeitüberleben einer gestielten oder freien Lappenplastik haben. Das zunehmende Verständnis von Perfusions- und Oxygenierungsveränderungen, welche im transplantierten Gewebe vorherrschen, sowie daraus resultierende unterschiedliche physikalische und pharmakologische Ansätze der verschiedenen Konditionierungsarten lassen einen viel versprechenden Ausblick in die therapeutische Zukunft zu, um ein verbessertes Lappenüberleben in Kombination mit etablierten Monitoringverfahren zu erreichen.

Abstract

Plastic and reconstructive ENT surgery serves for reconstruction of form and function. Frequent indications in ENT surgery are the covering of large tissue defects after tumor operations, firing and/or explosion injuries, accidents, burns or massive infections. A high revision rate of up to 20 % in selective patient groups show that more knowledge of both monitoring and ischemia-/reperfusion mechanisms is necessary. Besides improved monitor proceedings biochemical cell procedures in pedicled and free flaps are getting more focused. In the last years certain physical and medical factors appear, which have influence on the long-term surviving of a pedicled or free flap, e. g. pre- and/or postconditioning. The increasing knowledge of changes in perfusion and oxygenation, which prevail in the flap, as well as different options of physical and pharmacological therapies permit a promising view into the future, in order to achieve an improved surviving of a pedicled or free flap in combination with improved monitor proceedings.

Literatur

Dr. med. Andreas Dacho

Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Plastische Operationen

Kopfklinik am Bayrischen Platz
Liebigstraße 10-14
04103 Leipzig

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