Kardiologie up2date 2006; 2(4): 326-330
DOI: 10.1055/s-2006-944926
Hotline - Risikofaktoren

© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Hormonersatztherapie bei koronarer Herzkrankheit

Neue Hoffnung bei früherem Beginn und mit neuen Substanzen?Christa  Gohlke-Bärwolf
Further Information

Publication History

Publication Date:
25 January 2007 (online)

Einleitung

Die koronare Herzerkrankung (KHK) tritt bei Frauen etwa 10 Jahre später auf als bei Männern. Dies wurde auf den protektiven Effekt der weiblichen Geschlechtshormone, besonders des Östrogens vor der Menopause, zurückgeführt [1], weil tierexperimentelle Studien gezeigt hatten, dass die Gabe von Östrogenen eine durch Cholesterinfütterung induzierte Atherosklerose der Koronararterien verhindern kann. Zahlreiche epidemiologische und klinische Beobachtungsstudien bestätigten diese Beobachtung:

Die Häufigkeit der KHK war bei Frauen, die mit Hormonen behandelt wurden, um 30 % und die Morbidität und Letalität um 50 % niedriger.

Diese Ergebnisse schienen umso überzeugender, als epidemiologische Studien gezeigt hatten, dass die KHK nach der Menopause deutlich häufiger ist als vorher. Außerdem ist nachgewiesen worden, dass die atherosklerotischen Risikofaktoren in den Wechseljahren zunehmen: Gesamtcholesterin, LDL und Blutdruck steigen an und das HDL nimmt ab. Damit nimmt insgesamt das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen zu. Nur 5 % der Frauen, die einen Myokardinfarkt entwickeln, erleiden ihn vor dem 50. Lebensjahr.

Literatur

Dr. med. Christa Gohlke-Bärwolf

Herz-Zentrum Bad Krozingen

Südring 15 · 79189 Bad Krozingen

Email: christa.gohlke-baerwolf@herzzentrum.de