Inf Orthod Kieferorthop 2006; 38(4): 247-256
DOI: 10.1055/s-2006-955240
Originalarbeit

© Georg Thieme Verlag

Ästhetische Korrekturen im Frontzahnbereich - Teil 2: Welche und wie?

Correcting Anterior Esthetic Dilemmas - Part 2: What and How?V. G. Kokich1 , V. O. Kokich1
  • 1Abteilung für Kieferorthopädie, School of Dentistry, University of Washington, USA
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Publication Date:
24 January 2007 (online)

Zusammenfassung

Mit diesem Beitrag verfolgen wir zwei Ziele. Einmal sprechen wir uns als Praktiker dafür aus, Zahnkorrekturen aus ästhetischen Gründen nur in Fällen vorzunehmen, die Nichtfachleute tatsächlich als nicht attraktiv empfinden. Vieles von dem, was Zahnmediziner über ästhetische Beziehungen zu wissen glauben, ist bloße Theorie. Die im Beitrag immer wieder angesprochene Studie gibt dem Praktiker einige wissenschaftlich untermauerte Fakten zur Beurteilung spezieller ästhetischer Beziehungen an die Hand. Die zweite Absicht besteht darin, ein interdisziplinäres Behandlerteam dabei zu unterstützen, die am besten geeignete Therapie für jede der angesprochenen unästhetischen Situationen zu finden. Die in unserem Beitrag angeführten Kriterien mögen manchem trivial erscheinen, aber sie können von wirklich jedem Teammitglied problemlos nachvollzogen werden. Dieses ganz allgemeine diagnostische Vorgehen garantiert, dass - egal welches Teammitglied den Patienten tatsächlich untersucht - in jedem Fall dieselbe geeignete therapeutische Lösung gefunden wird. Auf diese Weise kann interdisziplinäre ästhetische Zahnheilkunde funktionieren.

Abstract

This article attempts to accomplish two objectives. First of all, as clinicians, we should only recommend esthetic correction of tooth malposition, if it is truly unattractive to the lay public. Much of what dentists believe about esthetic relationships is simply theory. The study that is repeatedly referenced in this article actually gives the clinician some scientifically generated guidelines to assess the severity of specific esthetic relationships. The second objective of the article is to give the interdisciplinary team some guidelines to follow when determining the most appropriate solution for each particular unesthetic situation. The criteria given in this article may seem simplistic to some clinicians, but they are easy to understand by all members of the interdisciplinary team. This common diagnostic approach insures that no matter who on the team is evaluating the patient, the appropriate solution will be selected consistently. This is the interdisciplinary approach to esthetic dentistry.