Dtsch med Wochenschr 2006; 131: S294
DOI: 10.1055/s-2006-957194
Editorial

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Pulmonalarterielle Hypertonie: Aktuelle Diagnostik und Therapie

Pulmonary hypertension: current diagnosis and treatmentS. Rosenkranz1 , E. Erdmann1
  • 1Klinik III für Innere Medizin, Universitätsklinikum Köln
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Publication History

eingereicht: 21.3.2006

akzeptiert: 28.3.2006

Publication Date:
30 November 2006 (online)

Die pulmonale Hypertonie ist ein häufig verkanntes oder viel zu spät diagnostiziertes Krankheitsbild, das bislang mit einer schlechten Prognose assoziiert ist. Jedoch rückt die pulmonale Hypertonie in jüngster Zeit zunehmend in den Blickpunkt des internistisch-kardiologischen und pneumologischen Interesses. Das liegt zum einen daran, dass dieses Krankheitsbild durch verbesserte diagnostische Möglichkeiten und Screeningverfahren häufiger diagnostiziert wird. Zum anderen bieten neue medikamentöse Therapieansätze wie die Behandlung mit Prostazyklin-Analoga (z. B. Ventavis®), Endothelin-Rezeptor-Antagonisten (Tracleer®) und Phosphodiesterase-5-Inhibitoren (z. B. Revatio®) sowie chirurgische Verfahren (z. B. pulmonale Thrombend-arteriektomie) mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten, das klinische Beschwerdebild und die Prognose der betroffenen Patienten zu verbessern.

Oft ist jedoch nicht einfach zu entscheiden, welcher Patient zu welchem Zeitpunkt bzw. in welchem Stadium mit welcher Substanz therapiert werden soll, wann chirurgische Therapieoptionen zu erwägen sind und wie der Therapieerfolg kontrolliert und dokumentiert werden kann.

Grundlage dieses Supplements, das den Blick des Klinikers für die Diagnose „Pulmonale Hypertonie” schärfen, einen Überblick über die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten bieten und zugleich als Leitfaden für den Umgang mit betroffenen Patienten dienen soll, ist das Expertentreffen „Pulmonalarterielle Hypertonie: Aktuelle Diagnostik und Therapie”, das am 11. Februar 2006 an der Universität zu Köln stattfand. Auf dieser Veranstaltung wurden der derzeitige Kenntnisstand hinsichtlich Klassifikation, Pathogenese und Diagnostik sowie die momentan zugelassenen Therapieoptionen von ausgewiesenen Experten vorgetragen und kritisch diskutiert. Darüber hinaus wurden neue Behandlungskonzepte vorgestellt und über die aktuelle Studienlage berichtet.

Gemeinsam mit den Autoren hoffen wir, Ihnen einen verständlichen Überblick über den aktuellen Kenntnisstand zu diesem pathophysiologisch teilweise noch schlecht verstandenen Krankheitsbild liefern zu können und so einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung dieser häufig schwer kranken Patienten leisten zu können. Unser Dank gilt allen Autoren bzw. Vortragenden sowie allen aktiven Teilnehmern des Symposiums. Ebenso danken wir den Firmen Actelion, Pfizer und Schering, durch deren gemeinsame finanzielle Unterstützung eine ausgewogene, sachliche und kritische Darstellung der Thematik sowohl im Rahmen des Symposiums als auch in dem vorliegenden Supplement der Deutschen Medizinischen Wochenschrift ermöglicht wurde.

Köln, im April 2006

Priv.-Doz. Dr. S. Rosenkranz
Prof. Dr. E. Erdmann

Klinik III für Innere Medizin, Universitätsklinikum Köln

Josef-Stelzmann-Straße 9

50924 Köln