Anästhesiol Intensivmed Notfallmed Schmerzther 1988; 23(5): 233-237
DOI: 10.1055/s-2007-1001624
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Apparatives Monitoring in der Anästhesie

Ergebnisse einer EDV-Blitzumfrage während des ZAK 1987 in MünchenMonitoring of AnaesthesiaH. Schwilden, H. Stoeckel, S. Kloos
  • Institut für Anästhesiologie (Direktor: Prof. Dr. H. Stoeckel), Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
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22 January 2008 (online)

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Zusammenfassung

Während des ZAK 1987 in München wurde eine Umfrage zu Narkoseüberwachungsmaßnahmen durchgeführt. 200 Antwort bögen konnten ausgewertet werden. Eine 2/3-Mehrheit der Befragten führte regelmäßig eine Überwachung von Blutdruck und EKG, sowie von FiO2, Atemzeitvolumen und Beatmungsdruck durch. Diese Größen wurden unabhängig von dem zu vermutenden steigendem Anästhesierisiko dreier klinischer Fallbeispiele überwacht. Als unverzichtbare Überwachungsmaßnahmen erzielten jedoch nur Blutdruck und EKG eine 2/3-Mehrheit, während die stärker auf das Narkosegerät bezogenen Überwachungsgrößen FiO2, Atemzeitvolumen und Beatmungsdruck keine 2/3-Mehrheit erreichten. 78 % der Befragten hatten in ihrem Berufsleben eine lebensbedrohliche Komplikation durch apparatives Monitoring eher erkannt als durch sog. klinische Zeichen. Die häufigst genannten Monitore waren das EKG und das Kapnometer. Die Überwachung der neuromuskulären Blockade und der intraoperativen Vigilanz wurde nur von ca. 22 % der Umfrageteilnehmer als ein relevantes Problem eingestuft. Eine apparative Überwachung auf der Allgemeinstation, sei es postoperativ oder bei rückenmarksnahem Katheter, wurde von 20 % befürwortet, während 2/3 der Teilnehmer eine apparative Überwachung nicht für angezeigt hielten.

Summary

During the ZAK 1987 in Munich we performed a poll concerning monitoring during anaesthesia. 200 questionnaires could be evaluated. A majority of 2/3 rd monitored regulary blood pressure, ECG, FiO2, minute ventilation and ventilation pressure. These quantities were monitored independent of a presumably increasing anaesthesia risk associated with three clinical cases. Only blood pressure and ECG were considered as mandatory by a majority of 2/3 rd. Monitoring variables related more to the anaesthesia machine lide FiO2, minute ventilation, and ventilation pressure did not reach a 2/3 re majority. 78 % detected at least once in their business life time a life threatening complication by monitoring devices earlier than by so called clinical signs. EEG and capnometer were the most frequent quoted monitors. Monitoring of neuromuscular blockade and intraoperative awareness was considered as a relevant problem only by 22 %. 20 % agreed to additional monitoring on the general ward while 2/3 rd disagreed.