Laryngorhinootologie 1983; 62(3): 112-115
DOI: 10.1055/s-2007-1008393
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Nachuntersuchungen von Patienten mit isolierten Frakturen des knöchernen Nasenskelettes

Follow-up Examinations in Patients with Fractures of the Bony Nasal PyramidTh. Eichhorn, H.-G. Schroeder, O. Kleinsasser
  • Zentrum für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten der Philipps-Universität Marburg Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten, Kopf- und Halschirurgie (Geschäftsführender Direktor: Prof. Dr. O. Kleinsasser)
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Publication Date:
29 February 2008 (online)

Zusammenfassung

Nachuntersuchungen bei 92 Patienten mit Nasengerüstfrakturen zeigten, dass die Repositionsbehandlung langfristig nur in 38% der Fälle zu einem funktionell und auch kosmetisch vollkommen zufriedenstellenden Ergebnis geführt hatte. Es wurden Patientengruppen ermittelt, bei denen vermehrt Mißerfolge auftraten und die deshalb in Zukunft einer besonders sorgfältigen Therapie bedürfen. Aus unseren Untersuchungen folgt:

  • Der spannungsfreien Einstellung der deviierten Nasenscheidewand sollte ein höherer Wert zukommen.

  • In Vollnarkose ist eine sorgfältigere Nasenreposition gewährleistet.

  • Das Nasengerüst sollte neben der Tamponade zusätzlich mit einem Gipsverband stabilisiert werden.

  • Röntgenaufnahmen in zwei Projektionsebenen erleichtern die Frakturerkennung und Überprüfung des Repositionsergebnisses.

Summary

Follow-up examinations in 92 patients with fractures of the bony nasal pyramid showed that repositioning had led to a functionally and cosmetically satisfying result in 38% of all cases only. Groups of patients were identified in which an increased number of therapeutic failures occurred and who, therefore, require exceptionally careful treatment in future. Therefore,

  • more emphasis must be placed on correct repositioning of the fractured nasal septum,

  • general anaesthesia permits a more exact correction of the nasal bones,

  • the nasal skeleton should be stabilized with plaster of Paris in addition to a tamponade,

  • finally, X-ray pictures in two directions make it easier to recognize the fracture and to control the success of repositioning.

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