Pharmacopsychiatry 1991; 24(5): 164-167
DOI: 10.1055/s-2007-1014462
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Serotoninergic Dysfunction in Bipolar Disorder

Serotoninergische Dysfunktion bei bipolaren StörungenDonatella  Marazziti , A.  Lenzi , G. B. Cassano
  • Institute of Psychiatry, University of Pisa, Pisa, Italy
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Publication Date:
13 March 2008 (online)

Abstract

The recent discovery of peripheral markers of central neurotransmitter systems has broadened the scope of biological research in psychiatry. Human platelets resemble presynaptic serotoninergic neurons and permit us to investigate the involvement of the serotonin system in the pathophysiology of mood disorders. In particular, platelets show an active uptake of serotonin and the related 3H-imipramine (3H-IMI), similar to cerebral binding sites. - We evaluated 3H-IMI binding in a group of 30 bipolar patients as compared with healthy controls. In 20 patients, platelet 14C-5HT uptake was also measured. The results showed no difference in IMI binding parameters between bipolar patients and healthy controls. However, the patients showed a lower Vmax of 14C-5HT uptake than the controls. These findings suggest that bipolarity influences one of the main components of the 5HT transporter complex in platelets.

Zusammenfassung

Die neuerdings verfügbaren peripheren Marker des zentralen Neurotransmittersystems haben die Möglichkeiten der biologischen Forschung auf dem Gebiet der Psychiatrie erweitert. Die menschlichen Thrombozyten verhalten sich ähnlich wie präsynaptische Serotonin-Neuronen und ermöglichen eine Erforschung der Beteiligung des Serotoninsystems bei der Pathophysiologie affektiver Störungen. Insbesondere können Thrombozyten aktiv Serotonin (5HT) aufnehmen. Ihre 3H-Imipramin(3H-IMI)-Bindungsstellen ähneln den entsprechenden Bindungsstellen im Gehirn. - Wir haben daher die 3H-IMI-Bindung in einer Patientengruppe von 30 Patienten mit bipolaren Störungen untersucht und diese mit gesunden Probanden verglichen. Bei 20 Patienten wurde ebenfalls die aktive Aufnahme von 14C-5HT durch die Thrombozyten gemessen. Es ergaben sich keine Unterschiede hinsichtlich der IMI-Bindungsparameter zwischen den Patienten mit bipolaren Störungen und den gesunden Probanden, jedoch zeigten die Patienten ein niedrigeres Vmax der 14C-5HT-Aufnähme als die Probanden. Diese Befunde scheinen darauf hinzudeuten, daß bipolare Störungen die wichtigsten hochaffinen 5HT-Bindungsstellen der Thrombozyten beeinflussen.

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